Was kann gegen starkes Schwitzen helfen?

Die besten Mittel gegen Schwitzen in unserem Ratgeber

Wer von übermäßigem Schwitzen betroffen ist, möchte sich möglichst schnell und wirksam Erleichterung verschaffen. Was kann man konkret gegen das Schwitzen machen? Und was hilft bei starkem Schwitzen? Das sind für viele Geplagte die wichtigsten Fragen. Ziel ist es, das übermäßige Schwitzen zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden.

Antitranspirante & Deos

Die Antwort auf die Frage „Wie schwitzt man weniger?“ ist für viele Betroffene ganz einfach: Antitranspirante. In einem Großteil der Fälle erweisen sich die Mittel als wirksam gegen das Schwitzen – ob im Achselbereich, an den Händen, im Gesicht oder an den Füßen. Die Mittel werden als Flüssigkeit, Creme oder Spray auf die Haut aufgetragen und können dort den Schweißfluss reduzieren.

Wer sich jedoch vor allem gegen unangenehmen Schweißgeruch behandeln möchte, kann auch zu Deos greifen. Diese haben üblicherweise eine antibakterielle Wirkung und hemmen damit die Entwicklung von Schweißgeruch. Dieser entsteht beim Abbau des Schweißes durch Bakterien, die natürlicherweise auf der Haut vorkommen. Zudem bringen die Deos häufig eine angenehme Duftnote mit, die den Schweißgeruch zusätzlich überdeckt. Im Gegensatz zu einem Antitranspirant kann ein Deo jedoch nicht die Schweißproduktion verringern.

Antitranspirante

Antitranspirante wirken gegen übermäßiges Schwitzen, indem die enthaltenen Inhaltsstoffe – in der Regel Metallverbindungen wie Aluminiumchlorid – die Schweißdrüsen abdichten. So kann weniger Schweiß austreten und die Betroffenen schwitzen an den behandelten Stellen somit weniger stark oder gar nicht mehr.

Mittel gegen starkes Schwitzen an allen Körperstellen

Antiperspirante wie der Sweat-Off Antitranspirant Roll-On sind für den Einsatz an allen von starkem Schwitzen betroffenen Körperstellen geeignet. Doch ein Roll-On ist nicht die einzige Applikationsform. Auch Antitranspirant-Schaum, Cremes oder Tücher können gegen den unerwünschten Schweißfluss eingesetzt werden und helfen, das Schwitzen zu reduzieren.

Antitranspirante sind als Mittel gegen starkes Schwitzen für die folgenden Bereiche geeignet:

  • Achsel
  • Füße
  • Hände
  • Kopf
  • Gesicht
  • Rücken
  • Brust
  • Intimbereich

Die Frage „Was hilft gegen Schwitzen am ganzen Körper?“ lässt sich also durch den gezielten Einsatz hochwertiger Antiperspirante in den meisten Fällen umfassend beantworten. Wichtig ist dabei die regelmäßige Anwendung. Denn damit die Wirkung dieser Mittel langfristig erhalten bleibt, bedarf es des erneuten Auftragens der Wirkstoffe in gewissen Zeitabständen. Die liegen zu Beginn der Therapie etwas enger: Die Mittel sind anfangs am besten täglich abends aufzutragen. Die Anwendung sollte so lange wiederholt werden, bis der Schweißfluss gestoppt ist. Danach genügt meist ein Einsatz immer dann, wenn die Schweißbildung wieder einsetzt. Das kann einmal pro Woche sein, häufigeres oder selteneres Auftragen ist aber möglich.

Umfassende Informationen zur Wirkung und zur Anwendung der Antitranspirante haben wir in unserer Ratgeber-Rubrik zusammengestellt:

Deodorante: Mittel gegen Schwitzen ohne Aluminium

Als wirksames Mittel gegen Schweißbildung oder Therapie gegen übermäßiges Schwitzen sind Deodorante nicht konzipiert. Da Deos üblicherweise kein Aluminiumchlorid enthalten, entfalten sie keine verengende oder verschließende Wirkung auf die Schweißdrüsen. Sie sorgen aber dafür, dass unangenehmer Schweißgeruch eingedämmt und überdeckt wird. Zu diesem Zweck werden sie geschlechterspezifisch mit Duftnoten für Männer oder Frauen angeboten. Ähnlich wie Antitranspirante können auch Deos als Spray, Roll-On, Deo-Stick oder Creme aufgetragen werden.

Hausmittel gegen Schwitzen

Neben Antitranspirantien können auch Hausmittel genutzt werden, um starkes Schwitzen zu bekämpfen. So können bspw. Apfelessig oder Salbei wertvolle Helfer sein, um die Schweißproduktion zu reduzieren.

Die Verwendung von Hausmitteln basiert auf tradiertem Wissen, Überlieferungen und Beobachtungen der Erfahrungsmedizin. Die Wirksamkeit von Hausmitteln ist nicht durch wissenschaftliche Studien dokumentiert. Das spricht nicht gegen ihren Nutzen, macht aber deutlich, dass ihr Einsatzgebiet begrenzt ist und sie nicht unkritisch angewendet werden sollten. Einen ausführlicheren Beitrag zum Thema Hausmittel gegen Schwitzen gibt es auf unseren Info-Seiten:

Salbei gegen Schwitzen

Salbei kann sowohl als Tee, als auch als Aufguss gegen das Schwitzen zum Einsatz kommen. Das Naturheilmittel ist sogar Bestandteil bestimmter Antitranspirant-Produkte. Auch zu diesem Thema informieren wir Sie in einem eigenen Artikel ausführlicher.

Tee gegen Schwitzen

Auch warmer Tee soll gegen Schwitzen helfen. Inhaltsstoffe bestimmter Teesorten können eine mildernde Wirkung auf die Schweißproduktion haben.

Salbei-Tee gegen Schwitzen

Traditionell wird gegen Schwitzen Salbei eingesetzt. Fachleute vermuten, dass sich die schweißhemmende Wirkung von Salbei vor allem durch die enthaltenen ätherischen Öle erklärt, welche entspannend auf das zentrale Nervensystem einwirken sollen. Dieses wiederum steuert die Schweißdrüsen und ihre Schweißproduktion. Wird der Salbei als Tee eingenommen, sind drei Tassen pro Tag empfehlenswert. Nach etwa vier Wochen ist mit einer spürbaren Wirkung zu rechnen.

Apfelessig

Wer unangenehmes Schwitzen reduzieren möchte, kann mit Apfelessig einsetzen. Dieser hat antibakterielle Eigenschaften. Der besondere Clou am Apfelessig: Er kann außen auf die Haut aufgetragen werden, aber ebenso eingenommen werden.

Lebensmittel: Ernährung gegen das Schwitzen

In der eigenen Ernährung lässt sich einiges umstellen, um gezielt darauf hinzuarbeiten, weniger zu schwitzen. Allein schon der Verzicht auf allzu scharfes Essen und auf bestimmte Gewürze kann helfen, die Schweißproduktion zu reduzieren. Auch die Umstellung auf eine fleischarme Ernährungsweise ist hilfreich. Andere Beispiele sind Milchprodukte, wie Joghurt oder Buttermilch. Sie sorgen während des Verzehrs für ein kühlendes Gefühl und tragen so indirekt zur Reduktion der Schweißbildung bei.

Mittel gegen Schwitzen aus der Apotheke

Als Anlaufstelle für den Kauf wirksamer Mittel gegen starkes Schwitzen sind Apotheken sehr wertvoll. Sie bieten meist die gesamte Palette an Behandlungsmöglichkeiten gegen übermäßige Schweißproduktion an – von homöopathischen Mitteln, über pflanzliche Präparate in Form von Salben, Tabletten oder Tropfen gegen Schwitz-Attacken, bis hin zu klassischen Antitranspiranten. Zum Thema Anti-Schweiß-Mittel aus der Apotheke gibt es auf unserer Seite auch einen ausführlicheren Artikel.

Medikamente

Als Medikamente gegen übermäßiges Schwitzen können Anticholinergika genutzt werden. Sie hemmen den Transmitterstoff Acetylcholin, der für die Steuerung der Schweißproduktion in den Schweißdrüsen zuständig ist. Sie können jedoch zahlreiche Nebenwirkungen haben. In unserem Artikel zu diesem Thema geben wir Ihnen dazu ausführliche Informationen.

Homöopathie

Auch die Homöopathie bietet Mittel als Behandlungsmöglichkeit gegen starkes Schwitzen an. Wir informieren in einem eigenen Beitrag umfassend zu diesem Thema.

Saunagänge als Behandlungsmethode gegen das Schwitzen

Glaubt man den Erfahrungsberichten von Betroffenen, kann auch das gezielte Schwitzen in der Sauna als gutes Training für die Schweißdrüsen gelten. Vor allem der ständige schnelle Temperaturwechsel zwischen den Aufenthalten in der Sauna und der Abkühlung im kalten Wasser, trägt wohl zu diesem Effekt bei. Zudem scheinen Saunagänge auch die Funktionen des Immunsystems und des Herz-Kreislauf-Systems zu stärken.

Bekleidung gegen Schwitzen

Um sich bei starkem Schwitzen Erleichterung zu verschaffen, ist die richtige Bekleidung ein entscheidender Faktor. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Optionen: Naturfasern wie Baumwolle oder Funktionsfasern, die aus synthetischen Fasern wie bspw. Nylon hergestellt werden. Die Effekte beider Bekleidungsarten sind unterschiedlich: Während Baumwolle besonders dafür bekannt ist, dass sie Schweiß schnell und vollständig aufsaugt, stehen synthetische Funktionsmaterialien gewissermaßen für das gegenteilige Prinzip. Denn sie sind so konzipiert, dass sie die Flüssigkeit nach außen leiten.

Bei sehr starkem Schwitzen, reicht die Auswahl der richtigen Kleidung manchmal aber nicht mehr aus. Denn auch die genannten Fasern sind mit Nachteilen verbunden: Bekleidung aus Naturfasern können bei besonders heftigen oder langen Schweißausbrüchen unangenehm nass auf der Haut liegen – während Textilien aus Synthetik schnell unangenehme Gerüche entwickeln können. Mehr Infos dazu gibt es in einem gesonderten Beitrag:

Unterhemd

Viele Menschen setzen auch gezielt ein Unterhemd gegen das Schwitzen. Das hat den Vorteil, dass der Schweiß von einer Lage an Kleidung aufgenommen wird, die von außen nicht sichtbar ist – und so die lästigen Schweißflecke auf der Oberbekleidung verhindert werden können. Auch zum Thema Unterhemden bei starkem Schwitzen haben wir einen eigenen Artikel parat:

Funktionsshirts

Immer beliebter werden Funktionsshirts, die speziell für sportliche Aktivitäten konzipiert sind. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass Material und Schnitt für die jeweilige Sportart geeignet sind. So sind zum Beispiel Funktionsshirts bei der Radbekleidung am Rücken länger geschnitten. Ausführlicher informieren wir zu diesem Thema in unserem Beitrag über Funktionsshirts gegen das Schwitzen:

Unterhose

Doch nicht nur bei der Oberbekleidung, sondern sogar bei der Unterhose kann man sich bewusst für ein Modell entscheiden, das besonders gut gegen starkes Schwitzen hilft. Dabei spielt neben dem Schnitt vor allem die Materialwahl eine wichtige Rolle. Lesen Sie dazu unseren Artikel zum Thema Unterbekleidung:

Mittel gegen extremes Schwitzen

Für Fälle, in denen die genannten Anti-Schweiß-Maßnahmen nicht gegen das starke Schwitzen helfen, gibt es spezielle Therapien. Wenn Verhaltensänderungen und die Eigenbehandlung mit Hausmitteln oder Mitteln aus der Apotheke nicht die gewünschten Erfolge erzielen, ist es empfehlenswert ärztlichen Rat einzuholen.

Von ärztlicher Seite stehen dann zahlreiche weitere Behandlungsmethoden zur Verfügung, wie beispielsweise:

  • Botox-Spritzen zur Blockade der Schweißdrüsen mittels Botulinumtoxin-Injektionen
  • Iontophorese, bei der mittels Strom die Aktivität der Schweißdrüsen vermindert wird
  • Lasern der Schweißdrüsen, um das Schwitzen langfristig zu unterdrücken
  • Absaugen/Kürettage der Schweißdrüsen, um das Schwitzen dauerhaft zu reduzieren

Welcher Arzt ist bei Schwitzproblemen zuständig?

Wer mit starkem, bzw. übermäßigem Schwitzen zu kämpfen hat, kann ärztliche Hilfe suchen. Die erste Anlaufstelle ist dabei in der Regel die Allgemeinarztpraxis. Wichtig ist es im Gespräch, die mit dem Schwitzen verbundenen Probleme möglichst genau zu schildern. In den meisten Fällen werden Betroffene bei Verdacht auf krankhaftes extremes Schwitzen an eine Hautarztpraxis überwiesen. Nach Diagnosestellung kann dann die konkrete Behandlung angeordnet werden.

In der Diagnostik werden neben der Anamnese im Arztgespräch, verschiedene Testverfahren eingesetzt, bei denen die Schweißproduktion qualitativ und quantitativ gemessen und die lokalen Schweißherde eingegrenzt werden. Welche Medikamente und Behandlungen gegen das Schwitzen dann verschrieben werden, basiert auf den Testergebnissen. Sollten spezielle Behandlungsmethoden wie Iontophorese oder das Spritzen von Botulinumtoxin in Frage kommen, wird der Patient in den meisten Fällen an ein spezialisiertes Behandlungszentrum überwiesen werden.

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