Hitzewallungen und Schwitzen in den Wechseljahren: Infos und Ratschläge

Jede Frau nimmt das Klimakterium ganz individuell wahr. Einige berichten von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißattacken. In jedem Fall ist es ein Ärgernis, wenn Frauen in den Wechseljahren übermäßig schwitzen. Folgendes Hintergrundwissen hilft dabei, vermehrtes Schwitzen in den Wechseljahren besser zu verstehen. Übrigens: Nicht nur für Frauen ist dieses Wissen interessant, da ebenfalls einige Herren über ein übermäßiges Schwitzen in ihren Wechseljahren klagen.

Schwitzen in den Wechseljahren & Hitzewallungen in den Wechseljahren

Photo by Linda Xu on Unsplash

Schwitzen in den Wechseljahren: Was macht es aus?

Circa zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr beginnen bei Frauen die Wechseljahre. Sie gehen mit körperlichen Veränderungen einher, die etwa bis zum Ende des 50. Lebensjahres andauern. Damit ist auch die fruchtbare Phase beendet. Dieser Prozess kann mit körperlichen Symptomen wie einem verstärkten Schwitzen in den Wechseljahren einhergehen.

Doch Achtung: Es gibt keine fixen Kriterien für das Schwitzen in den Wechseljahren. Wenn Frauen während der Wechseljahre schwitzen, kann dies unterschiedliche Gründe haben. Allerdings hat sich gezeigt, dass besonders viele Frauen in den Wechseljahren von Schwitzattacken berichten. Das bedeutet, dass sie ganz plötzlich schwitzen. Andere wiederum sind von einem ständigen Schwitzen in den Wechseljahren betroffen. Teilweise zeigt sich das Dauerschwitzen in den Wechseljahren auch nur nachts im Bett.

Unabhängig davon, wann und wie es auftritt, die verstärkte Schweißproduktion ist den Betroffenen oft unangenehm. Sie schämen sich für den Schweißgeruch und die Schweißflecken auf der Bekleidung. Zudem kann das erhöhte Wärmeempfinden die Lebensqualität einschränken.

Starkes Schwitzen in den Wechseljahren: Ein Grund zur Sorge?

Das Schwitzen während der Wechseljahre ist eines der häufigsten Anzeichen für diese Entwicklungsphase der Frau. Mediziner vermuten, dass es sich in den hormonellen Schwankungen begründet, die die Wärmeregulation beeinträchtigen. Aus diesem Grund verschwindet nach den Wechseljahren das Schwitzen im übermäßigen Maße zumeist wieder. Dann ist die Hormonumstellung abgeschlossen.

So lästig die Schweißausbrüche auch sein mögen, sie können Teil eines natürlichen Prozesses sein. Es kann ratsam sein, einen Arzt aufzusuchen, sofern der Schweiß sehr oft in großen Mengen den Körper hinunterläuft. Der Mediziner kann abklären, ob die Wechseljahre die Schweißausbrüche provozieren oder eine andere Ursache dahintersteckt. Ein Arztbesuch kann ebenfalls empfehlenswert sein, wenn starkes Schwitzen nach den Wechseljahren nicht aufhört.

Dauerschwitzen in den Wechseljahren: Ist das normal?

Während einige Frauen von Schweißattacken erzählen, berichten andere über ein ständiges Schwitzen in den Wechseljahren. Es kann sich tatsächlich in der Hormonumstellung des Körpers begründen, aber kann auch andere oder zusätzliche Ursachen haben. Teilweise lässt sich das dauerhafte Schwitzen in den Wechseljahren bereits durch eine dünnere, atmungsaktivere Bekleidung regulieren. Dann treten nur noch kurze Schweißattacken auf. Jede Frau sollte die individuelle Ausgangssituation analysieren, um ein Mittel gegen das Dauerschwitzen in den Wechseljahren zu finden.

Warum schwitzt man nachts in den Wechseljahren?

Manchmal leiden Frauen besonders stark unter Schwitzattacken in den Wechseljahren, die in der Nacht auftreten. Dies ist sehr lästig, denn sie können die Schlafqualität erheblich beeinträchtigen. Die Betroffene wacht auf, wechselt ihre Bekleidung und bezieht das Bett neu. Darunter leidet natürlich auch der Partner, weswegen viele Paare beschließen, getrennt zu schlafen. Sicherlich ist der Nachtschweiß überaus belastend, aber er kann ein Symptom für die Wechseljahre sein. Um dieses zu reduzieren, kann es ausreichen, die Lebensgewohnheiten ein wenig umzustellen:

  • kein scharfes Essen am Abend
  • kein erhöhter Alkoholkonsum
  • dünnere Bettwäsche und Bettbekleidung aus leichter Baumwolle
  • Absenken der Zimmertemperatur

Hitzewallungen in den Wechseljahren: Was ist das eigentlich?

Besonders viele Frauen bekommen in den Wechseljahren Hitzewallungen. Der Begriff könnte nicht besser gewählt werden, denn es handelt sich tatsächlich um plötzliche ab- oder aufsteigende Wärmewellen. Im Englischen werden sie „hot flushes“ genannt. Im Deutschen tragen sie den informellen Namen „fliegende Hitze“. In der Regel gehen sie vom Kopf, Hals oder von der Brust aus. Diese aufsteigende Hitze in den Wechseljahren tritt häufig mit einem Erröten auf. Auch die Herzfrequenz kann ansteigen, da der Kreislauf auf Hochtouren läuft. Den Betroffenen wird durch die Hitzewellen ohne Vorankündigung heiß.

Dieses klassische Symptom für die Wechseljahre entsteht, weil sich unmittelbar unter der Haut die Blutgefäße weiten. Eine größere Menge an warmem Blut kann nun aus dem Körperinneren durch die Haut fließen. Nach der Hitzeattacke spüren einige Frauen ein zartes Frösteln, das sich in der entstandenen Verdunstungskälte begründet. Nach statistischen Erhebungen leiden rund 80% aller Frauen in den Wechseljahren an Hitzewallungen und dies für einen Zeitraum von durchschnittlich vier Jahren.

Woran lassen sich Hitzewallungen in den Wechseljahren erkennen?

Wie bereits erwähnt, leidet nicht jede Frau unter Hitzewellen in den Wechseljahren. Bei den Frauen, bei denen sie auftreten, können sie ganz unterschiedlich sein. So berichten einige davon, dass sie bis zu 30 Mal pro Tag von plötzlichen Hitzewallungen überfallen werden. Einige haben den kurzen Hitzeschub nur an einigen Tagen pro Woche. Bezüglich der Dauer des Hitzeschubs existieren ebenfalls erhebliche Unterschiede. So kann er nur wenige Sekunden dauern. Bei anderen hingegen hält er mehrere Minuten an. Gleiches zählt für die Intensität. Unabhängig von der Stärke, der Dauer und der Häufigkeit ist jedoch den Hitzewallungen gemein, dass sie sich wellenförmig ausbreiten und zumeist von den genannten Hautrötungen begleitet werden.

Mögliche Ursachen für das verstärkte Schwitzen und die Hitzewellen in den Wechseljahren

Zu Beginn der Wechseljahre stellt der Körper weniger von dem Sexualhormon Östrogen her. Die Östrogene wiederum nehmen Einfluss auf die Wärmeregulation des Körpers. Diese Hormonumstellung kann daher ein Grund für das verstärkte Schwitzen und die Hitzewellen in den Wechseljahren sein. Darüber hinaus kann die Schweißproduktion durch bestimmte Faktoren zusätzlich intensiviert werden. Hierzu zählen:

  • positiver und negativer Stress
  • Alkohol und Kaffee
  • heiße Speisen und Getränke
  • warme und trockene Umgebungsluft

Eine weitere häufige Ursache für ein verstärktes Schwitzen können bestimmte Medikamente sein. Dieser Fakt ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig zu erwähnen, denn mit ansteigendem Alter nimmt die Einnahme von Arzneimitteln zu. Hier sind ein paar typische Medikamententypen, die für Schweißausbrüche verantwortlich sein können:

  • Arzneimittel mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Antiöstrogene (eingesetzt beispielsweise bei Brustkrebs oder Osteoporose)
  • Insulin
  • Niacin (Vitamin B3)
  • Glyceroltrinitrat
  • Calcitonin

Vier Tipps zum Umgang mit dem verstärkten Schwitzen in den Wechseljahren

Begründen sich das verstärkte Schwitzen und die Hitzewellen tatsächlich in der Hormonumstellung in den Wechseljahren, gibt es Möglichkeiten, diese Beschwerden zu lindern. Hier sind vier Tipps, die dabei helfen können, das Schwitzen zu reduzieren.

  • 1. Nutzung von Antitranspirantien: Hochwertige Antitranspirantien können die Schweißproduktion regulieren und somit dieses Leiden bereits dort abdämpfen, wo es entsteht.
  • 2. Änderung des Lebenswandels: Faktoren, die die Schweißbildung provozieren können, sind zu vermeiden. So kann es hilfreich sein, den Stress durch Entspannungstechniken zu reduzieren. Auch ein Verzicht auf Alkohol, schwarzen Tee und Kaffee kann sich als ratsam erweisen. Regelmäßige Wechselduschen können dabei helfen, die Blutgefäße zu trainieren.
  • 3. Hormonbehandlung: Wer sehr stark unter Hitzeattacken leidet, der kann eine Hormonbehandlung in Betracht ziehen. Hierfür nimmt die Frau eine Kombination aus Östrogenen und Gestagenen oder Tibolon ein.
  • 4. Naturheilmittel: Sind die Hitzewellen nur schwach, lassen sie sich mitunter mithilfe von Präparaten der Phytomedizin reduzieren. Produkte mit Soja und Rotklee oder eine Wirkstoffkombination aus Traubensilberkerze und Johanniskraut weisen sogenannte Phytoöstrogene auf. Dies sind pflanzliche Stoffe, die den Östrogenen ähneln. Gerade für Arzneimittel aus dem Extrakt der Traubensilberkerze konnte in Studien der Nutzen in der Therapie von Hitzewallungen nachgewiesen werden. Da die Wirkung sehr verschieden sein kann und es eine große Vielzahl an Präparaten gibt, ist die Einnahme am besten mit Arzt oder Apotheker abzusprechen.

Schwitzen in den Wechseljahren: Ein oft lösbares Leiden

Ein verstärktes Schwitzen kann die Lebensqualität einschränken. Für den Schweiß kann es die unterschiedlichsten Gründe geben. Daher ist es ratsam, bei einem Arzt Rat zu suchen, wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum ohne ersichtliche Ursache anhalten. Stecken dahinter die Wechseljahre, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Das Symptom verschwindet nach der abgeschlossenen Hormonumstellung in der Regel von selbst.

Obgleich die Hitzewallungen aufgrund der Wechseljahre ungefährlich sind, können sie belastend sein. Mithilfe der oben aufgeführten Tipps ist es jedoch möglich, die Schweißproduktion zu regulieren. Stellen die Hitzewallungen nicht ein Begleitsymptom der Wechseljahre dar, sondern sind sie ein Anzeichen einer Grunderkrankung, ist die Einleitung einer gezielten Therapie erforderlich. So kann hinter den Hitzeattacken in seltenen Fällen auch eine Schilddrüsenüberfunktion oder im Extremfall ein Karzinoid stecken.


Weitere Sweat-Off Antitranspirante & Deos gegen starkes Schwitzen:

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden und sichern Sie sich 10% Rabatt auf Ihre nächste Bestellung!
Jetzt anmelden
keine Aktionen mehr verpassen! keine Aktionen
mehr verpassen!
Pfeil