Allgemeine Informationen über Homöopathie gegen Schwitzen

Schweiß ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf zu hohe Temperaturen, um sich abzukühlen. Oft finden Menschen diesen Vorgang jedoch störend oder gar peinlich. Schweißflecken auf der Kleidung, schwitzige Hände oder Schweißperlen im Gesicht. Dies kann auch auf andere irritierend wirken, wenn beispielsweise keine starke Hitze vorherrscht und die betreffende Person lediglich unter starkem Stressschweiß leidet. Deswegen wurden Produkte wie Deodorants oder Antitranspirante entwickelt, die den Schweißgeruch eindämmen sollen.

Viele Menschen, die an der Allgemeinmedizin zweifeln, versuchen mit Naturheilmittel gegen schwitzen zu kämpfen. Die Homöopathie gewinnt dabei immer mehr an Beliebtheit. Dabei ist Vorsicht geboten! Denn homöopathische Methoden wirken nicht bei jedem Patienten. Wir klären Sie zu diesem Thema auf und geben Tipps, ob Schwitzen homöopathisch behandelt werden kann.

Homöopathie gegen Schwitzen

Anwendung und Wirkung von homöopathischen Mitteln

Seit über 200 Jahren findet die Homöopathie in Deutschland seine Anwendung. Der ursprüngliche Gedanke war, Menschen mit natürlichen Mitteln zu heilen, ohne dabei auf die teilweise aggressiven Substanzen der allgemeinen Medizin zurückgreifen zu müssen. Die Theorie basiert auf den folgenden zwei Grundsätzen:

1. Heilung durch gleiche Symptome

Generell werden Pflanzen, Mineralien oder Tierbestandteile genutzt, welche bei gesunden Personen die gleichen Symptome auslösen, unter der die kranke Person leidet.

2. Heilung durch Verdünnung

Kräuterauszüge werden so lange verdünnt, bis teilweise kein einziges Molekül der ursprünglichen Substanz vorhanden ist. Die Energie des Auszugs nimmt dagegen stetig zu und erreicht bei der höchsten Verdünnung sein Maximum. Besonders dieser Aspekt lässt viele Menschen verständlicherweise an der Homöopathie zweifeln.

Auswahl der Medikamente

Die Verdünnungen bzw. Potenzierungen können in Form von Salben, Tinkturen oder Zuckerkügelchen (Globulis) verabreicht werden. Je nach körperlichem Problem muss genau darauf geachtet werden, welche Substanz eingenommen werden soll. Dies entscheidet in der Regel nicht der Patient, sondern der behandelnde Homöopath, da die Auswahl eines geeigneten Mittels sehr komplex sein kann.

Welche homöopathischen Mittel helfen gegen gewöhnlichen Schweiß?

Aktuell existieren verschiedene homöopathische Mittel gegen Schwitzen. Unterschieden wird in Tinkturen, Globulis und Schüßler Salze. Letztere stellen jedoch ein eigenes Gebiet dar. Gegen einfachen, stark riechenden Schweiß sollen bereits einfache Kräuterauszüge oder Globulis helfen. Diese werden oral eingenommen oder auf die betreffenden Stellen aufgetragen. Wichtig vor der Medikamentenauswahl ist aber auch die Klärung der Ursache des Schweißgeruches. Diese bestimmt die Auswahl des Wirkstoffes. Komplexmittel, also die Mischung aus mehreren homöopathischen Präparaten, werden dementsprechend genutzt, wenn das Problem des Schweißes mehrere Ursachen hat.

Schweißgeruch natürlich bekämpfen geht aber auch anders: Salbeitinkturen beispielsweise wirken antibakteriell und geben Achseln zudem einen angenehmen Duft. So kann Schweißgeruch natürlich bekämpft werden. Wer jedoch sehr stark schwitzt oder unter Schweißausbrüchen leidet, sollte zu stärkeren Methoden als Naturheilmittel gegen das Schwitzen greifen.

Gibt es homöopathische Mittel gegen übermäßigen Schweiß?

Sehr starkes Schwitzen kann verschiedene Ursachen haben. Hormonelle Schwankungen sind bei Frauen zum Beispiel weit verbreitet. Vor allem in den Wechseljahren leiden viele Individuen unter schlimmen Schweißausbrüchen. Als homöopathisches Mittel gegen übermäßiges Schwitzen werden in solchen Fällen Globulis aus Pulsatilla pratensis (Wiesen-Kuhschelle) angepriesen.

Ein anderer Grund für überdurchschnittliches Schwitzen ist Stress. Auch gegen starkes Kopfschwitzen bzw. starkes Schwitzen am ganzen Körper durch Stress wird ein homöopathisches Mittel angeboten. Acidum sulfuricum (Schwefelsäure) als Zuckerkügelchen verspricht eine Reduktion von stressbedingtem Schweiß.

Weitere Ursachen für übermäßige Schweißproduktion stellen Krankheiten und Infekte dar. Besonders bei Erkältungen oder grippalen Erkrankungen wird viel Schweiß abgesondert. Hier wird Sambucus nigra (schwarzer Holunder) empfohlen. Dieses homöopathische Mittel gegen starkes Schwitzen ist bei Infektionen sehr beliebt.

Generell aber gilt für alle homöopathischen Mittel: Ob speziell für Frauen oder zur Vermeidung von Stressschweiß entwickelt, die Wirkungen dieser Medikamente sind wissenschaftlich nicht erwiesen. Geht man nach den Erfahrungsberichten im Internet, liest man sowohl positive als auch negative Berichte. Ein homöopathisches Mittel gegen starkes Schwitzen birgt immer die Gefahr in sich, nicht wirksam zu sein. Es ist also nicht zu empfehlen, übermäßiges Schwitzen allein homöopathisch zu behandeln. Benutzen Sie am besten immer parallel ein Antitranspirant oder ein Deo, wie beispielsweise unsere schonende Variante ohne Aluminium oder Konservierungsstoffe. Bei starken Beschwerden kontaktieren Sie aber in jedem Fall Ihren Arzt.

Welche homöopathischen Mittel bekommt man rezeptfrei in der Apotheke?

Die meisten homöopathischen Mittel gegen Schwitzen sind apothekenpflichtig, können aber ohne Rezept gekauft werden. Grundsätzlich gilt, je stärker die Verdünnung, desto unproblematischer die Beschaffung des Produkts. Die Wahl eines geeigneten homöopathischen Mittels, gegen starkes Schwitzen beispielsweise, muss auf jede Person individuell abgestimmt werden. Deswegen sollte immer ein Homöopath zurate gezogen werden.


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