Was hilft gegen Hitzewallungen?

Hitzewallungen sind ein bekanntes Phänomen, welches vor allem während der Menopause von Frauen auftritt. Neben Nachtschweiß gehören Hitzewallungen zu den zwei häufigsten und langwierigsten Wechselbeschwerden während der Menopause.

Was hilft gegen Hitzewallungen?

© Andrea Piacquadio / Pexels

Sobald eine Frau die Wechseljahre erreicht hat, kann sie 6 Monate bis 5 Jahre lang Hitzewallungen haben. Dieses Thema betrifft aber auch in etwa drei Viertel aller Frauen in der Zeit vor der eigentlichen Menopause (Perimenopause). In seltenen Fällen sind auch Männer von dem Syndrom betroffen. Deshalb stellen sich viele Menschen die Frage, was hilft gegen Hitzewallungen? In diesem Text klären wir auf und geben Tipps zu schwankender Körperhitze.

Was ist eine Hitzewallung?

Eine Hitzewallung ist ein Gefühl von starker Hitze bzw. Wärme, welche nicht von umweltbedingten Ereignissen verursacht wird. Hitzewallungen können in der Nacht oder am Tag spontan auftreten oder Sie spüren wie sich ein langsamer Hitzeschub in Ihrem Körper aufbaut. Symptome von Hitzewallungen sind beispielsweise:

  • Kribbeln in den Fingern.
  • Das Herz schlägt schneller als normalerweise.
  • Die Haut fühlt sich schlagartig warm an.
  • Das Gesicht errötet und wird rosig.
  • Starkes Schwitzen, insbesondere im Oberkörper.

Wie lange dauern Hitzewallungen?

Hitzewallungen treten oft ohne Vorwarnung auf, aber wie lange diese anhalten, ist unterschiedlich. Einige Hitzewallungen vergehen nach wenigen Sekunden, wohin eine lange Hitzewelle länger als zehn Minuten anhalten kann. Im Durchschnitt dauern Hitzewallungen etwa vier Minuten. Auch die Tageszeit in denen sie auftreten sind unterschiedlich. Plötzliche Hitzewallungen in der Nacht treten beispielsweise häufig auf, sodass Sie schweißgebadet durch nächtliche Hitzeattacken aufwachen. Etwas seltener kommen Hitzewallungen abends oder im Laufe des Tags vor. Dies hängt meist mit der Aktivität des Körpers zusammen. So sind Hitzewallungen nach dem Essen ebenfalls ein häufig auftretendes Phänomen.

Die Häufigkeit von Hitzewallungen ist ebenfalls variabel. Einige Frauen erleben nur wenige Hitzewallungen pro Woche, während andere täglich mehrere Stunden leiden. Je nachdem, wo Sie sich im Verlauf der Wechseljahre befinden, kann sich dies ändern. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden und Änderungen im Lebensstil, die dazu beitragen können, die Symptome und die Häufigkeit Ihrer Hitzewallungen zu verringern. Sollten Ihre Hitzewallungen extrem viel länger oder häufiger auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Denn dies kann beispielsweise ein Magnesiummangel durch Schwitzen oder andere Probleme hervorrufen.

Was verursacht Hitzewallungen?

Es ist noch unklar, was genau Hitzewallungen verursacht. Eindeutige Hinweise lassen vermuten, dass Hitzewallungen auf hormonelle Veränderungen im Körper-Metabolismus zurückzuführen sind. Der Zusammenhang mit anderen Gesundheitsproblemen wie Diabetes wird ebenfalls untersucht. Angenommen wird, dass Fettleibigkeit oder ein metabolisches Syndrom, die Häufigkeit von Hitzewallungen erhöhen. Manche Individuen bemerken Hitzewallungen kaum oder empfinden sie als keine Störung. Für andere wirkt sich die Intensität negativ auf die Lebensqualität aus und sie suchen nach Hilfe bei Hitzewallungen.

Die Auslöser für Hitzewallungen können von Person zu Person unterschiedlich sein. Einige häufige Auslöser sind jedoch:

  • Der starke Konsum von Alkohol.
  • Übermäßige Einnahme von koffeinhaltigen Produkten.
  • Zu scharfe Speisen.
  • Der Aufenthalt an einem zu warmen Ort.
  • Vorhandensein von Stress oder Angst.
  • Das Tragen von zu enger Kleidung.
  • Aktiver oder passiver Zigarettenrauch.

Mithilfe eines Tagebuchs können Sie genau notieren, wann eine Hitzewallung auftritt und in welchem Zusammenhang. So können sich auf Dauer Muster ergeben, womit Sie ihren Alltag besser strukturieren können.

Was hilft wirklich gegen Hitzewallungen?

Hitzewallungen existieren seit Menschen gedenken. Einige Methoden und Mittel gegen Hitzewellen haben sich bewährt, um Frauen und Männern schnelle Erleichterung zu bieten. Grundsätzlich existiert eine Vielzahl von Ideen zur Milderung von starkem Schwitzen und Hitzegefühl. Am besten Sie probieren verschiedene Maßnahmen aus, bis Sie ein wirksames Mittel gegen Hitzewallungen gefunden haben. Folgende Ideen könnten zu Beginn helfen:

  • Kleiden Sie sich auch an kalten Tagen in Schichten, damit Sie Ihre Kleidung an Ihr aktuelles Befinden anpassen können.
  • Eiswasser zu Beginn einer Hitzewallung trinken oder auf dem Körper auftragen.
  • Nachtwäsche und Bettwäsche aus Baumwolle wählen.
  • Halten Sie eine Kühltasche auf Ihrem Nachttisch, in welchem Sie kalte Tücher aufbewahren.
  • Nutzen Sie ein Antitranspirant, um starkes Schwitzen während einer Hitzewallung zu vermeiden.

Homöopathische Mittel gegen Hitzewallungen

Viele Menschen wollen keine chemische Keule an Ihren Körper lassen und suchen deshalb ein pflanzliches Mittel gegen Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen. Homöopathische Mittel stellen seit einigen Jahrzehnten eine beliebte Alternative zu anderen Behandlungsmethoden dar. Allerdings sind sie höchst umstritten. Lassen Sie sich deshalb vor der homöopathischen Behandlung am besten von einem Facharzt oder Apotheker beraten, damit Sie das richtige Mittel für ihre Situation erhalten.

Pflanzen gegen Hitzewallungen - Kräuter und ätherische Öle

Neben homöopathischen Mitteln gibt es aber auch noch andere Naturmittel gegen Hitzewallungen. Vor allem pflanzliche Mittel gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren sind bekannt. Einige Pflanzen gelten unter Frauen als Geheimtipp um Hitzewallungen in den Wechseljahren zu mindern. Diese lassen sich aber auch für Männer oder jüngere Frauen anwenden:

  • Traubensilberkerze (Actaea racemosa, Cimicifuga racemosa)
  • Dong Quai bzw. chinesische Engelwurz (Angelica sinensis)
  • Rotklee bzw. Wiesenklee (Trifolium pratense)
  • Nachtkerzenöl (Oenothera biennis)
  • Soja
  • Salbei

Vor allem die Einnahme von Salbei als Tee oder Salbei Tabletten gegen Hitzewallungen sollen zumindest ein paar Tage lang sehr gut helfen. Danach nimmt die Wirkung aber schnell ab, der Körper gewöhnt sich an das Hausmittel gegen Hitzewallungen. Bitte beachten Sie außerdem stets, dass Sie bei starkem Vorkommen von Hitzewallungen nicht einfach Kräuter und Präparate ohne eine ärztliche Beratung einnehmen sollten. Bei Vorerkrankungen oder Ähnlichem können machen Salbeipräparate gegen Hitzewallungen Ihre Gesundheit auch gefährden oder zumindest beeinträchtigen.

Hormonersatztherapie

Neben pflanzlichen Mitteln gibt es natürlich auch jede Menge pharmazeutische Medikamente gegen Hitzewallungen bei Frauen und Männern: Östrogenpräparate gleichen beispielsweise die Östrogenmenge in Ihrem Körper aus und vermindern die Häufigkeit sowie die Schwere von Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen. Östrogen wird normalerweise zusammen mit Gestagen eingenommen, um das Risiko für die Entwicklung von Gebärmutterschleimhautkrebs zu verringern. Es kann als Pille, durch eine Vaginalcreme, ein Gel oder durch ein Pflaster eingenommen werden. Ein Arzt kann Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen, wenn Sie ein Kandidat für die Hormonersatztherapie, auch HRT genannt, sind. Viele Frauen sind nicht in der Lage, Hormone oder bioidentisches Hormon einzunehmen, und Ihr Arzt wird eine vollständige Krankengeschichte führen.

Nichthormonale Behandlungen

Bei den genannten Pillen oder Tabletten gegen Hitzewallungen besteht natürlich das Problem, dass sie Ihren Hormonhaushalt durcheinanderbringen können. Deswegen wollen wir hier auch auf Mittel gegen Hitzewallungen ohne Hormone hinweisen: Gabapentin und Pregabalin, welche ursprünglicherweise bei nervenbedingten Schmerzen oder Krampfanfällen angewendet werden, bieten einigen Frauen zum Beispiel ebenfalls Linderung. Es wurde auch gezeigt, dass die Antidepressiva Fluoxetin (Prozac), Venlafaxin (Effexor) und Paroxetin (Paxil) bei der Linderung von Hitzewallungen äußerst effektiv sind. Auch hier aber bitte unbedingt ärztlichen Rat einholen, bevor die Tabletten eingenommen werden.

Alternative Therapien gegen Hitzewallungen

Einige Frauen schwören auf Akupunktur gegen Schwitzen in den Wechseljahren. Akupunktur kann auch tatsächlich dabei helfen, Hitzewallungen zu mindern ohne die Nebenwirkungen von Medikamenten auszulösen. Eine Studie ergab, dass Frauen mit Akupunktur signifikant weniger Wechseljahresbeschwerden - einschließlich Hitzewallungen - hatten, als Frauen, die Scheinbehandlungen bekommen haben. Meditation kann ebenfalls sehr vielversprechend beim Umgang mit Stress sein. Stress ist für viele Frauen ein häufiger Auslöser für Hitzewallungen. Die Teilnahme an Stressbewältigungstrainings in Ihrer Gemeinde kann zu zahlreichen weiteren Vorteilen für Ihre Gesundheit und Ihre Lebensqualität führen. Natürlich ist diese Therapie auch für Männer geeignet.

Änderungen des Lebensstils

Oft wird der eigene Lebensstil als Ursache für mögliche körperliche Probleme unterschätzt. Tatsächlich ist die Art und Weise wie wir leben bei der Frage, was tun bei Hitzewallungen genauso wichtig, wie alle anderen Aspekte in unserem Leben. Aus diesem Grund sollten folgende Dinge im Leben umgesetzt werden:

  • Ernähren Sie sich ausgewogen mit viel Gemüse und kontrollieren Sie die Mengen der Nahrungsaufnahme.
  • Tägliche Bewegung in Form von Sport.
  • Hören Sie auf zu rauchen und meiden Sie Passivrauch.

Fazit

Hitzewallungen gehören zum Leben der meisten Frauen und auch zum Leben mancher Männer, doch die Intensität kann sehr unterschiedlich sein. Mit einfachen Tricks können die Symptome gemindert werden, sodass die Lebensqualität vorhanden bleibt. Egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden, professionelle Beratung ist stets empfehlenswert, um ideale Hilfe zu erhalten.


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