Tabletten gegen Schwitzen – Einsatzfelder, Wirkung und Alternativen

Viele Betroffene, die unter übermäßiger Schweißbildung leiden, suchen gezielt nach Tabletten gegen starkes Schwitzen, die bei diesem Problem Abhilfe schaffen. Generell gibt es mehrere Möglichkeiten, gegen Schwitzen mit Tabletten vorzugehen. Dazu zählen sowohl rezeptfreie Mittel gegen die Schweißbildung wie auch rezeptpflichtige Tabletten gegen extremes Schwitzen.

Tabletten gegen Schwitzen

Photo by Brett Jordan on Unsplash

Doch Anti Schweiß Tabletten bringen oftmals auch viele Nebenwirkungen mit sich. Deshalb sollte man sich vor dem Einsatz genau über die Nebeneffekte informieren und vor der Einnahme immer einen Arzt konsultieren. Und statt das Schwitzen mit Tabletten zu bekämpfen, können auch Alternativen wie Antitranspirante oder Hausmittel sinnvoll sein. In diesem Artikel geben wir einen Überblick, welche Arten von Tabletten gegen das Schwitzen es gibt und welche Alternativen empfehlenswert sind.

Welche Tabletten können helfen?

Die übermäßige Schweißbildung kann unterschiedliche Körperregionen betreffen. Besonders häufig sind jedoch die Achseln sowie die Handflächen vom ständigen Schwitzen betroffen. Tabletten gegen Körpergeruch beziehungsweise Schweißbildung wirken, da sie innerlich angewendet werden, in der Regel gegen die Schweißbildung in allen Körperregionen gleichermaßen.

Zum Einsatz als Anti Schweiß Tabletten kommen zum einen Naturpräparate, bevorzugt mit aus Salbei gewonnenen Wirkstoffen, und zum anderen sogenannte Anticholinergika. Letztere sind starke Medikamente, die die Botenstoffe unterbinden, mit denen die Nerven des vegetativen Nervensystems zum Ankurbeln der Schweißproduktion gebracht werden. Anticholinergika werden von spezialisierten Ärzten üblicherweise nur in Fällen mit besonders hohem Leidensdruck als Tabletten gegen starkes Schwitzen verschrieben, da sie zahlreiche zum Teil heftige Nebenwirkungen mitbringen. Eine dritte Art von Tabletten sind Hormonpräparate, die beispielsweise bei heftigen Schwitzattacken aufgrund von Wechseljahren verschrieben werden.

Wie wirken die Tabletten gegen Schweiß?

Naturpräparate auf Salbei-Basis bringen adstringierende Wirkstoffe mit. Diese sollen vor allem in den im Salbei enthaltenen Gerbstoffen (wie Rosmarinsäure), Diterpenen, Triterpenen und Flavonoiden stecken und können dafür sorgen, dass die Schweißdrüsen weniger Schweiß produzieren. Hormonpräparate sind darauf ausgelegt, die hormonell bedingte Schweißbildung durch Ausgleichen des Hormonspiegels einzudämmen.

Anticholinergika hingegen unterbinden die Nervenimpulse, die zur Schweißproduktion führen, indem sie als Tabletten gegen das Schwitzen den körpereigenen Botenstoff Acetylcholin hemmen. Dadurch können als Nebenwirkung aber beispielsweise auch Schleimhäute ausgetrocknet oder Schlafstörungen verursacht werden. Deshalb sollten die Anticholinergika nicht leichtfertig bei übermäßigem Schwitzen als Tabletten eingesetzt werden.

Tabletten gegen übermäßiges Schwitzen aus anderen Anwendungsfeldern

Es gibt neben pflanzlichen Anti Schwitz Tabletten und Anticholinergika auch weitere Arten von Tabletten, die gegen starkes Schwitzen genutzt werden können – aber nicht spezifisch für diese Aufgabe entwickelt wurden. Zu diesen Formen von Tabletten gegen übermäßiges Schwitzen zählen zum Beispiel Betablocker, die eigentlich zur Blutdrucksenkung zum Einsatz kommen. Auch die ebenfalls für dieses Haupteinsatzfeld konzipierten Kalziumkanalblocker können in Einzelfällen als Tabletten gegen Schwitzen genutzt werden.

Naheliegend erscheint auch der Einsatz von Sympatholytika, da diese Wirkstoffe enthalten, mit denen die Aktivität des sympathischen Nervensystems herabgesetzt wird. Nicht zuletzt kann sogar über die Anwendung von Psychopharmaka wie beispielsweise Beruhigungsmittel nachgedacht werden, um starkes Schwitzen mit Tabletten in den Griff zu bekommen. Dabei macht man sich vor allem die beruhigende und angstlösende Wirkung dieser Medikamente zunutze, da Schwitz-Attacken auch durch psychosomatische Ursachen ausgelöst werden können.

Auch eine weitere Art von Medikamenten rückt zunehmend in den Blick für die Anwendung als Tabletten gegen das Schwitzen: Mittel wie Oxybutynin, die eigentlich zur Therapie von übermäßiger Blasenaktivität entwickelt wurden. Eine Studie mit diesem Medikament konnte feststellen, dass sich damit auch beim Einsatz gegen krankhaftes Schwitzen Verbesserungen erzielen lassen.

Generell gilt bei der Suche nach alternativen Tabletten gegen das Schwitzen am ganzen Körper allerdings: Es sollte keine Medikamenteneinnahme ohne vorherige Konsultation eines Arztes vollzogen werden. Denn all diese Medikamentenarten haben zum Teil starke Nebenwirkungen und sollten deshalb keinesfalls ohne ärztliche Aufsicht zum Einsatz kommen.

Wo lassen sich Tabletten gegen Schwitzen beziehen?

Beim Bezug der Tabletten gegen das Schwitzen lässt sich zwischen zwei Arten unterscheiden: Rezeptfreie Tabletten und rezeptpflichtige Medikamente. Wer Tabletten gegen Schwitzen ohne Rezept kaufen möchte, findet im Apotheker seines Vertrauens den passenden Ansprechpartner. Wenn Tabletten gegen das Schwitzen rezeptfrei verkauft werden, handelt es sich jedoch in den meisten Fällen um niedrig dosierte Präparate mit natürlichen Wirkstoffen oder um homöopathische Präparate. Alle stärkeren Wirkstoffe unterliegen in der Regel in Deutschland der Rezeptpflicht, müssen also vom Arzt verschrieben werden. Um starkes Schwitzen am ganzen Körper mit Tabletten zu bekämpfen, sollten sich Betroffene deshalb am besten an ihren Hausarzt wenden, der sie gegebenenfalls zu einem Spezialisten überweist.

Alternativen zur Behandlung mit Tabletten

Wer aufgrund von Nebenwirkungen nicht auf Tabletten gegen extremes Schwitzen setzen möchte, hat durchaus Alternativen als Mittel gegen die übermäßige Schweißbildung zur Hand. So gibt es zahlreiche Hausmittel sowie speziell zum Eindämmen der Schweißbildung konzipierte frei verkäufliche Antitranspirante. Als Hausmittel kann man beispielsweise auf Salbei-Tee und Salbei-Bäder, Apfelessig, Kamille, Baldrian oder Johanniskraut setzen. Auch Franzbranntwein, Natron und Backpulver zählen zu den beliebten Hausmitteln gegen starkes Schwitzen. Wir haben zu diesem Thema einen eigenen Artikel zusammengestellt. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Antitranspirante als Mittel gegen starkes Schwitzen – statt Tabletten

Eine in vielen Fällen äußerst wirkungsvolle Alternative zu Tabletten gegen das Schwitzen ist der Einsatz von Antitranspiranten. Diese bringen adstringierende Wirkstoffe mit, die zur Verengung der Schweißdrüsen führen und dadurch die Schweißproduktion signifikant eindämmen können. Allen Antitranspiranten gemein ist ihre Anwendungsform: Sie werden als dünner Film auf die Haut aufgetragen, wo die Inhaltsstoffe ihre Wirkung entfalten. Wichtig ist die regelmäßige Wiederholung der Anwendung.

Erhältlich sind die Antitranspirante sowohl als Roll-on wie auch als flächige Applikationsformen, beispielsweise als Schaum oder als Gel. Zum Einsatz auf allen von starkem Schwitzen betroffenen Stellen des Körpers geeignet ist besonders der Sweat-Off sensitive Antitranspirant Schaum.


Weitere Sweat-Off Antitranspirante & Deos gegen starkes Schwitzen:

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden und sichern Sie sich 10% Rabatt auf Ihre nächste Bestellung!
Jetzt anmelden
keine Aktionen mehr verpassen! keine Aktionen
mehr verpassen!
Pfeil