Starkes Schwitzen ohne Anstrengung: Was dahinter steckt?

Das Phänomen, ohne Anstrengung ins Schwitzen zu geraten, ist keine Seltenheit. Wer bei jeder kleinen Bewegung ins Schwitzen kommt oder auch ohne erkennbaren Grund zu plötzlichen Schweißausbrüchen neigt, könnte von übermäßigem Schwitzen betroffen sein. Wir informieren über die körperlichen Ursachen und mögliche Abhilfen für starkes Schwitzen ohne Anstrengung.

Starkes Schwitzen ohne Anstrengung?

© Andrea Piacquadio / Pexels

Wie kommt es generell zu Schweißausbrüchen?

Um festzustellen, ob man unter dem Problem des Schwitzens ohne spürbare Anstrengung leidet, ist es wichtig, die Funktionsweise des Schwitzens im menschlichen Körper generell zu verstehen. Denn eigentlich ist die Fähigkeit zur Schweißbildung eine gute Sache – schließlich gibt sie dem menschlichen Organismus die Möglichkeit, sich bei starkem Temperaturanstieg abzukühlen. Diese Thermoregulation wird gesteuert vom vegetativen Nervensystem: Die sogenannten sympathischen Nerven, die zu den Schweißdrüsen führen, stimulieren die Schweißbildung. Das Signal dafür kommt vom Hypothalamus. Auslöser für das Signal zur Schweißproduktion ist beispielsweise ein Temperaturanstieg im Körper durch Hitze oder körperliche Anstrengung – oder auch durch emotionalen Stress oder eine Krankheit.

Übermäßiges Schwitzen schon bei geringer Anstrengung deutet indes auf eine Störung dieses Systems hin. Diese kann durch verschiedene Dinge hervorgerufen werden, beispielsweise auch durch eine hormonelle Veränderung im Körper. Wenn Sie bei jeder Bewegung schwitzen, sollten Sie also in Ihren Körper hineinhören und im Zweifelsfall einen Arzt konsultieren.

Exkurs: Schwitzen durch Anstrengung und Sport

Beim Sport und ähnlichen Situationen mit starker körperlicher Anstrengung erhöht sich in der Regel die Körpertemperatur deutlich – und der Organismus versucht, dies durch Verdunstungskälte auszugleichen. Dafür kurbelt er die Schweißproduktion an. Denn wenn der feuchte Schweiß auf der Hautoberfläche verdunstet, kühlt sich die Haut ab. Deshalb gilt: Je mehr man sich anstrengt, desto stärker schwitzt man – denn umso stärker muss der Körper den steigenden Temperaturen entgegenwirken. Ansonsten droht eine gefährliche Überhitzung. Das starke Schwitzen ohne Anstrengung basiert allerdings nicht auf diesem Prinzip, denn körperliche Anstrengung als Auslöser steigender Körpertemperatur findet ja nicht statt .

Ursachen für Schwitzen bei leichter Anstrengung

Viel zu schwitzen bei wenig Bewegung, deutet darauf hin, dass eine Störung im System der Schweißbildung vorliegt. Wer zu starkem Schwitzen selbst bei kleinster Anstrengung neigt, wie beispielsweise starkes Schwitzen beim Gehen oder viel Schwitzen bei wenig Bewegung, der sollte andere Ursachen für die Schweißproduktion in Betracht ziehen. Denn Schweißausbrüche bei geringer Anstrengung lassen sich oftmals nicht mit der normalen Körperfunktion des Überhitzungsschutzes erklären. Wir haben hier einige mögliche Ursachen für Schwitzen bei kleinster Anstrengung skizziert.

Schwitzen ohne Anstrengung

Es gibt Menschen, die zum Schwitzen neigen, obwohl sie sich im Ruhezustand befinden. Dann sind die Ursachen woanders zu suchen als in körperlicher Anstrengung. Infrage kommen beispielsweise hormonelle Auslöser, wenn man zum starken Schwitzen bei geringer Anstrengung neigt. Das kann in der Pubertät ebenso gegeben sein wie in den Wechseljahren: In beiden Phasen ist der Hormonhaushalt im Verlauf einiger Jahre neu justiert, in der Pubertät, weil höhere Spiegel an Sexualhormonen zur Ausbildung der Geschlechtsreife führen, im Klimakterium, weil eine Drosselung der Produktion von Sexualhormonen die Phase der Zeugungsfähigkeit beendet. Die Folge können extreme Schweißbildung oder auch Hitzewallungen sein, aus denen ständiges Schwitzen ohne Anstrengung resultiert

Ein weiterer Grund für plötzliches starkes Schwitzen ohne erkennbare Anstrengung kann eine Erkrankung sein. So gehört es beispielsweise zu den natürlichen Abwehrreaktionen des menschlichen Körpers, Viren und Bakterien durch erhöhte Temperaturen zu bekämpfen. Dieses Phänomen ist unter dem Begriff Fieber bekannt und wird häufig von Schweißausbrüchen begleitet. Es können aber auch psycho-neurologische Krankheiten (Angsterkrankungen, Depressionen, Burn out, Schizophrenien), allgemeine Erschöpfungszustände, ein Mineralstoff- oder Eiweißmangel oder eine Stoffwechselerkrankung hinter dem ständigen Schwitzen ohne Anstrengung stecken. In diesem Fall ist ärztliche Begleitung erforderlich.

Das Phänomen Angstschweiß

Eine weitere Art der Schweißbildung führt zu Schwitzen ohne Anstrengung: Der sogenannte Angstschweiß. Diese körperliche Reaktion auf vermeintliche Gefahrensituationen oder starke Angstgefühle wird ebenfalls über den Hypothalamus gesteuert. Evolutionär betrachtet diente der erzeugte Alarmzustand zur Fluchtvorbereitung und der Schweißausbruch zum "Vorkühlen", um bereits eine Gegenreaktion einzuleiten für den anstehenden Wärmeschub aus gesteigertem Stoffwechsel und Muskelarbeit. Auch an einen Abwehrmechanismus kann gedacht werden. Denn eine schwitzende Person lässt sich von potenziellen Angreifern schwieriger festhalten, da feuchte Haut schlüpfrig ist.

Auch wenn moderne Menschen sich im Alltag kaum noch mit Gefahren für Leib und Leben konfrontiert sehen, macht sich dieser uralte Mechanismus auch heute noch bemerkbar – beispielsweise in nasskalten Schweißhänden vor Prüfungen oder ähnlichen angsteinflößenden Situationen. Angstschweiß ist meist auch die Erklärung, wenn man schweißgebadet aus einem Albtraum aufwacht. Angstschweiß tritt bevorzugt an Händen, Füßen und im Gesicht auf. Diese Form des starken Schwitzens ohne Anstrengung ist eine körperliche Rückmeldung auf psychische Belastungsreaktion und fällt je nach individuellem Stresslevel und Angstempfinden unterschiedlich heftig aus.

Unterschiede beim Schwitzen zwischen einzelnen Menschen

Generell schwitzen nicht alle Menschen gleich häufig oder gleich stark. So neigen beispielsweise Männer zu vermehrter Schweißbildung bei großer Anstrengung, während Frauen im Gegensatz dazu oft weniger Flüssigkeit in Form von Schweiß abgeben. Die Ausmaße der Schweißbildung können beachtlich sein: Bei starker Hitze oder enormer Anstrengung sind Flüssigkeitsverluste von bis zu 15 Litern am Tag durch das Schwitzen möglich.

Auch ohne Anstrengung oder Extremtemperaturen wird vom menschlichen Organismus Schweiß gebildet – im Normalfall jedoch nur ca. ein halber Liter am Tag. Wer allerdings vom übermäßigen Schwitzen selbst bei leichter Anstrengung betroffen ist, kann deutlich mehr Flüssigkeit verlieren. Diesen Verlust gilt es unbedingt, durch Trinken auszugleichen, damit der Wasserhaushalt in Balance bleibt.

An welchen Körperregionen schwitzt man häufig ohne Anstrengung?

Vom Phänomen, ohne körperlichen Einsatz oder heiße Temperaturen plötzlich stark ins Schwitzen zu kommen, können unterschiedliche Körperregionen betroffen sein. Ob starkes Schwitzen unter den Achseln ohne Anstrengung, Schweißausbrüche im Gesicht, lästiger Fußschweiß oder ständig feuchte Hände: Generell sind alle Areale mit Schweißdrüsen für das Schwitzen auch ohne Anstrengung möglich.

Und in jedem Bereich ist das übermäßige Schwitzen auf individuelle Art lästig: Achselschweiß führt oftmals zu unschönen Schweißflecken und unangenehmem Schweißgeruch, während Schweißperlen im Gesicht das soziale Umfeld massiv irritieren können und schweißnasse Hände absolut unangenehm im zwischenmenschlichen Kontakt oder bei manuellen Tätigkeiten sind.

Krankhaftes Schwitzen ohne Anstrengung

Problematisch wird das übermäßige Schwitzen, wenn man im Alltag spürbar unter ständigen Schweißausbrüchen leidet. Betroffene scheuen deshalb zum Beispiel Körperkontakt wie Händeschütteln, meiden Situationen, in denen sie im Mittelpunkt stehen, oder ziehen sich sogar komplett zurück. Wenn das starke Schwitzen bei geringster Anstrengung solcherart zum Alltagsproblem wird, sollte man über Gegenmaßnahmen nachdenken und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Es empfiehlt sich, zunächst den eigenen Lebensstil zu hinterfragen, bewährten Hausmitteln eine Chance zu geben, oder auf rezeptfreie Naturheilmittel gegen das Schwitzen zu setzen. Lässt sich die extreme Schweißbildung damit nicht wirksam eindämmen, könnte ein krankhaftes Schwitzen vorliegen. Dann sollte ein Arzt konsultiert werden. Experten für dieses Phänomen sind in der Regel Hautärzte sowie Neurologen. Auch ein Psychologe kann die Probleme gegebenenfalls lösen. Doch der eigene Hausarzt sollte als erste Anlaufstelle der passende Ansprechpartner sein, damit die Weichen für Diagnose und eventuell erforderliche Therapien von Anfang an richtig gestellt werden.

Tipps gegen das Schwitzen ohne Anstrengung

Gegen starkes Schwitzen ohne Grund beziehungsweise ohne Anstrengung lässt sich auf verschiedene Arten und Weisen etwas unternehmen: Hat man es mit hormonellen Ursachen zu tun, kann die Einnahme hormonregulierender Medikamente helfen. Wer hingegen zu ängstlicher Verstimmung, innerer Unruhe und Sorgen in, von außen betrachtet, eigentlich sicheren Situationen neigt, kann einen Nervenarzt um Rat bitten. Angstschweiß-Ausbrüche können mit psychotherapeutischen Ansätzen kuriert werden, häufig sind Kombinationstherapien angezeigt, zu denen auch die Verschreibung von Psychopharmaka gehören kann. Schweißausbrüche aufgrund von Fieber lassen sich durch fiebersenkende Medikamente in den Griff bekommen.

Mittel gegen den Schweiß

Wenn jedoch die Ursachen für das starke Schwitzen ohne Anstrengung nicht so eindeutig sind und sich deshalb nicht gezielt bekämpfen lassen, kann man zumindest die Schweißproduktion an sich eindämmen. Dabei kommen diverse Hausmittel der Erfahrungsheilkunde zur Anwendung, beispielsweise Apfelessig, Natron, Salbei und Zitrone. Um die Schweißbildung gezielt zu hemmen, damit man beim Schwitzen ohne Anstrengung weniger unter nassen Handflächen, unschönen Schweißflecken und Schweißgeruch leidet, werden gute Erfolge mit freiverkäuflichen Antitranspirantien erzielt.

Antitranspirante gegen starkes Schwitzen ohne Anstrengung

Ein Antitranspirant ist generell nicht gegen die Ursachen der Schweißbildung gerichtet, sondern wirkt genau dort, wo der Schweiß produziert wird: An den Schweißdrüsen. Diese werden durch die Wirkstoffe der Antitranspiranten verengt oder gänzlich abgedichtet. Dadurch wird lokal weniger oder gar kein Schweiß mehr abgegeben. Durch diese Wirkungsweise lassen sich Antitranspirante bei allen Arten übermäßiger Schweißbildung anwenden – ob hormonell bedingtes Schwitzen, Neigung zu Angstschweiß aufgrund psychosomatischer Ursachen oder neurologischer Störungen im vegetativen Nervensystem.

Je nach betroffener Körperregion, die besonders stark zum Schwitzen bei geringer Anstrengung neigt, sind verschiedene Applikationsformen der Antitranspirante erhältlich – von Roll-Ons wie Sweat-Off Antitranspirant Roll-On für die Schweißbekämpfung unter den Achseln bis zum Antitranspirant-Schaum wie Sweat-Off sensitive Antitranspirant Schaum, der für flächigere Areale wie Gesicht, Rücken, Hand- und Fußflächen ideal ist.


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