Gelber Schweiß – Ursachen und Behandlung

Starkes Schwitzen äußert sich oft in deutlich sichtbaren Schweißflecken.

Gelber Schweiß

© todja / Adobe Stock

Dabei zeigt sich in manchen Fällen: Statt farblos ist der Schweiß gelb. Dies kann ein Anzeichen für ein bestimmtes Krankheitsbild sein, lässt sich bei einigen Betroffenen jedoch auch auf extremes Schwitzen aus den apokrinen Schweißdrüsen zurückführen. In diesem Text informieren wir über die Hintergründe von gelbem Schweiß und weisen auf wirksame Mittel dagegen hin.

Was ist gelber Schweiß?

Farbiger Schweiß, der neben gelber Färbung auch in Farben wie grünlich oder bläulich auftreten kann, wird vor allem unter den Achseln sichtbar. Speziell beim Tragen heller Kleidung stellen Betroffene nach dem Schwitzen fest, dass der Schweiß Verfärbungen hinterlässt. Diese Spuren lassen sich beim Waschen oft nur schwer beseitigen, weshalb Betroffene meist auf helle Kleidung verzichten. Der farbige Schweiß kann auch als gelber Nachtschweiß auftreten. Wichtig ist es aber in jedem Fall, zu wissen, dass der gelbe Schweiß ein Hinweis auf eine Krankheit sein kann - er muss es aber nicht. Im Zweifel ist also immer der Gang zu einem Arzt ratsam.

Mögliche Ursachen für gelben Schweiß

Das Phänomen, das häufig hinter dem Auftreten von gelbem Schweiß steckt, nennt sich apokrine bzw. echte Chromhidrose. Sie entsteht, wenn sich an den Schweißdrüsen Farbpigmente ablagern und im Schweiß sammeln. Diese Pigmente heißen Lipofuscine und sind beispielsweise auch als Auslöser von Altersflecken bekannt. Lipofuscin entwickelt sich durch die Oxidation ungesättigter Fettsäuren aus den Zellmembranen. Je nachdem, wie weit die Oxidation fortgeschritten ist, färbt sich der Schweiß gelb oder auch in anderen Farben. Das Ganze ist im Grunde unbedenklich – und wird von den Betroffenen vor allem aus kosmetischen Gründen als Belastung wahrgenommen.

Eine andere Ursache für gelben Schweiß kann auch die starke Schweißproduktion aus den apokrinen Schweißdrüsen sein. Denn der dort produzierte Schweiß ist bei vielen Menschen von Natur aus bereits leicht gelblich eingefärbt und tritt durch die starke Schweißproduktion lediglich mehr in Erscheinung.

Die Arten der Schwitzkrankheit Chromhidrose

Neben der apokrinen gibt es noch drei andere Arten der Chromhidrose: Die ekkrine Chromhidrose (bei Schweißbildung in den ekkrinen Schweißdrüsen), die Hämhidrose und die Pseudochromhidrose (auch falsche Chromhidrose genannt). Die ekkrine Chromhidrose wird durch die Aufnahme von Medikamenten oder Farbstoffen verursacht, die Hämhidrose entsteht durch die Beimischung von Blut in den Schweiß. Die falsche Chromhidrose wird hervorgerufen durch bakterielle Farbstoffe.

Sonderform der Chromhidrose

Eine Sonderform der für gelben Schweiß verantwortlichen Krankheit Chromhidrose ist die sogenannte Ochronose. Sie äußert sich in braunem Schweiß und ist ein Hinweis auf einen Defekt im Aminosäurestoffwechsel.

Gelber Schweiß in der Nacht

Gelber Schweiß kann generell immer auftreten, wenn Betroffene ins Schwitzen kommen. Wer unter starkem Nachtschweiß leidet, kann deshalb auch über Nacht gelben Schweiß produzieren – deutlich erkennbar an den Verfärbungen auf Pyjama oder Nachthemd. Auslöser für starken Nachtschweiß wiederum können Krankheiten ganz anderer Art sein – von der Diabetes bis zur Grippe. Deshalb sollte man bei der länger anhaltenden Neigung zu übermäßigem Schwitzen in der Nacht auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Egal, ob es sich um gelben Nachtschweiß oder farblosen Schweiß handelt.

Fazit: Gelber Schweiß ist meist nicht schlimm

Gelber Schweiß ist per se also kein Grund zur Panik. Erst bei übermäßigem Schwitzen oder extrem starker Verfärbung, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wer sich dennoch von den unschönen Verfärbungen durch Schweißbildung befreien möchte, der kann auf bewährte Mittel zum Eindämmen der Schweißproduktion setzen. Hier spielen vor allem Antitranspirante ihre Stärken aus. Denn deren Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass die Schweißdrüsen abgedichtet werden. So kann kein Schweiß mehr austreten – und demzufolge werden auch gelber Schweiß oder andere Verfärbungen vermieden.

Lästigen gelben Schweiß eindämmen

Antitranspirante sind beispielsweise für den Einsatz gegen Achselschweiß als Roll-Ons erhältlich, wie das Sweat-Off Antitranspirant Roll-On. Zur Bekämpfung der Schweißbildung an anderen Körperstellen wie den Unterarmen, Händen und Füßen empfehlen sich Antitranspirante in Schaumform, zum Beispiel Sweat-Off sensitive Antitranspirant Schaum.

Deos hingegen sind in der Regel als Mittel gegen gelben Schweiß eher wenig wirksam. Denn diese enthalten zwar meist angenehm riechende Duftstoffe sowie antibakterielle Wirkstoffe. Doch sie stoppen nicht die Schweißproduktion an sich: Der gelbe Schweiß tritt also weiterhin aus, wenn ein Deo aufgetragen wird. Dies ist darin begründet, dass Deos meist nicht den wichtigsten Wirkstoff von Antitranspiranten enthalten: Aluminiumchlorid. Dieses Aluminiumchlorid ist für den adstringierenden Effekt verantwortlich, der die Schweißdrüsen abdichtet.


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