Informationen und Tipps zur Abhilfe Allergisch gegen den eigenen Schweiß?

Einige Menschen leiden unter einem auch als Schweißallergie bekannten Phänomen, bei dem die Haut äußerst gereizt auf den eigenen Schweiß oder andere Feuchtigkeit reagiert. Wenn Schwitzen Juckreiz verursacht, kann diese sogenannte cholinergische Urtikaria vorliegen. Sie ist oft sehr lästig und in manchen Fällen sogar schmerzhaft, doch dagegen lässt sich etwas unternehmen.

Allergisch gegen den eigenen Schweiß?

© New Africa / Adobe Stock

Schweißallergie – allgemeine Infos

Häufig sind eher jüngere Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren von dem Phänomen betroffen, dass die Haut allergisch auf den eigenen Schweiß reagiert – mit Rötungen, Ausschlag und Juckreiz. Oftmals handelt es sich dabei um eine Hautreaktion auf Stress, Hitze und Feuchtigkeit. Da der Auslöser gewissermaßen von innen kommt – die Haut juckt durch den eigenen Schweiß – wird das Ganze auch als Pseudoallergie bezeichnet. Die häufig als Symptom auftretenden Quaddeln sind übrigens der Grund, weshalb eine solche Schweißallergie oft auch als Nesselsucht bezeichnet wird.

Schweißallergie – die Symptome

Da die Symptome einer Schweißallergie denen von Sonnenallergie oder auch Kontaktallergie sehr ähnlich sind, ist die Ursachenfindung oft schwierig. Wer jedoch beobachtet, dass der eigene Schweiß juckt und beim Schwitzen Juckreiz, Hautrötungen und Ausschlag entstehen, sollte in diese Richtung denken. Oft tritt die Schweißallergie beim Sport zutage. Am häufigsten sind Hautausschläge durch Schwitzen in Körperregionen wie Gesicht und Brustbereich. Aber es gibt auch Schweißallergie an den Füßen, Handflächen sowie an Armen und Beinen.

Die extreme Hautreaktion mit Ausschlag und Juckreiz durch Schwitzen basiert auf der durch den Schweiß ausgelösten Veränderung des pH-Wertes der Haut. Denn durch Schweiß entsteht auf der Hautoberfläche ein saures Milieu – und das Immunsystem kann dies als Verletzung interpretieren und eine Gegenreaktion einleiten. Diese zeigt sich dann in Symptomen der Schweißallergie wie Juckreiz, Rötungen und zum Teil sehr schmerzhaftem Ausschlag

Schwitzen und Neurodermitis

Wer unter Neurodermitis leidet, hat oftmals ebenfalls mit ähnlichen Symptomen durch das Schwitzen zu kämpfen, wie sie bei Schweißallergie auftreten. Da Neurodermitis mit extrem reizempfindlicher, trockener Haut einhergeht, sorgt der Schweiß meist direkt für Hautreizungen. Die Ursache liegt in diesen Fällen jedoch in der Regel in der Grunderkrankung Neurodermitis und nicht in der Immunreaktion auf den eigenen Schweiß. Dass eine Neurodermitis durch Schwitzen ausgelöst wird, ist also nicht möglich.

Was hilft bei einer Schweißallergie?

Um Allergie-Symptome zu vermeiden, die durch Schwitzen auftreten, hilft es natürlich, Situationen zu vermeiden, in denen man zum Schwitzen neigt. Doch die wenigsten möchten beispielsweise auf Sport verzichten, nur weil sie Hautausschlag durch Schwitzen bekommen. Zur Behandlung bei Schweißallergie können deshalb Medikamente wie Antihistaminika zum Einsatz kommen, die die lästigen bis schmerzhaften Hautreaktionen auf Schweiß und Hitze unterdrücken sollen. Auch kühlende und beruhigende Hautpflegeprodukte sind sinnvoll. Wenn die Haut durch Schwitzen extrem juckt, kann man auch Mittel mit betäubenden Wirkstoffen wie Polidocanol auftragen.

Schweißallergie bei Kindern

Abhängig von der Dosierung lassen sich die oben genannten Mittel wie Antihistaminika und Polidocanol auch bei Kindern einsetzen, die an Schweißallergie beziehungsweise Nesselsucht leiden. Bei Kindern kann es bei Nesselsucht neben der allergischen Reaktion der Haut auf den eigenen Schweiß auch zu gefährlicheren Symptomen wie Atemnot kommen. Deshalb ist es bei Kindern besonders wichtig, die konkrete Ursache für die Hautreaktionen herauszufinden und zu bekämpfen.

Der Einsatz von Schweißallergie-Medikamenten sollte in jedem Fall, ob bei Erwachsenen oder Kindern, mit dem Arzt abgestimmt werden.

Helfen Antitranspirante bei einer Schweißallergie?

Mit Antitranspiranten kann man gezielt gegen den stärksten Auslöser der Hautreizung durch Schwitzen vorgehen: Den eigenen Schweiß. Denn Antitranspirante hemmen die Schweißbildung, da sie die Schweißdrüsen abdichten. Auf größeren Hautflächen wie Gesicht, Händen oder Füßen empfiehlt sich der Einsatz von Antitranspirant-Gels oder Produkten in Schaumform, wie Sweat-Off sensitive Antitranspirant Schaum. Zum Stoppen der Schweißproduktion unter den Achseln hingegen sind Antitranspirante als Roll-Ons besonders beliebt. Zur Behandlung bei Schweißallergie empfiehlt es sich, auf hautschonende Produkte mit dem Zusatz „sensitive“ zu setzen – wie beispielsweise Sweat-Off sensitive Antitranspirant Roll-On.

Es kann allerdings trotz Antitranspirant-Einsatz zu Symptomen wie Juckreiz kommen, auch wenn kein Schweiß austritt. Denn die sogenannte Schweißallergie ist ja eigentlich eine Reaktion der Haut auf Hitze oder Feuchtigkeit – kann also generell auftreten, wenn die Hautoberfläche feucht oder sehr warm wird. Grundsätzlich ist es also wichtig, die Behandlungsmethoden mit einem Mediziner zu besprechen.


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