Gesunde Ernährung gegen SchwitzenGänzlich ohne Schweiß zu leben ist nicht möglich. Die Schweißbildung ist zur Temperaturregelung des menschlichen Körpers lebenswichtig. Aber während einige Ursachen für die erhöhte Temperatur nicht oder kaum beeinflussbar sind, lassen sich so manche Hitzewellen vermeiden oder zumindest lindern. Zum Beispiel durch entsprechende Ernährung.

Was im Winter angenehm wärmt und gemütlich ist, kann im Frühjahr und Sommer bereits peinliche Wasserfälle von Schweiß verursachen oder erste Anzeichen verschlimmern. Das gewohnte und bevorzugte Essen und Trinken kann je nach Bedarf und Jahreszeit „richtig“ sein oder die Lage eher verschlimmern. Mit einfachen Tricks kann man aber seinen persönlichen Temperaturhaushalt regeln und unterstützen.

Schweißtreibend sind generell Scharfes und Salzhaltiges. Der Verzicht auf Chili, Pfeffer und Salz in großen Mengen kann unangenehmes Schwitzen lindern. Leider bedeutet das auch, bestimmte Landesküchen zu meiden oder hier nur milde Speisen und Getränke zu wählen. Auch beim Mexikaner oder Inder dürfte es leicht gewürzte Gerichte geben – oder zumindest auf Nachfrage.

Nach der chinesischen Lehre der Fünf-Elemente-Küche wirken bestimmte Nahrungsmittel kühlend. Das sind zum Beispiel Blattsalate mit Gurken, Tomaten, Krabben und Joghurtdressing. Oder Salate aus gedünstetem Blumenkohl oder Mangold. Und zum Nachtisch je nach Geschmack Melone, Kiwi, Bananen oder Ananas. Die Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen oder Pampelmusen wirken ebenso kühlend und eignen sich gut als Zwischenmahlzeit. Nach dieser Lehre gehören neutrale Speisen ebenso zur ausgewogenen Ernährung. Dazu gehören Reis, Feigen oder Eier. Aber die erwärmenden Nahrungsmittel sollte man hiernach meiden wie zum Beispiel Lamm, Geflügel, Lauch und Ziegenkäse. Diese können unter Umständen die Schweißbildung fördern.

Auch bei den Getränken finden sich schweißtreibende Flüssigkeiten, die man meiden oder reduzieren sollte. Üblicherweise regen Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol die Schweißbildung an und sollten deshalb weniger oder im Hochsommer nur bei kühlerer Witterung, also morgens bzw. abends getrunken werden. Auch der Konsum von Nikotin kann die Körpertemperatur leicht erhöhen und sollte bei starkem Schwitzen zumindest eingeschränkt werden.

Die indische Gesundheitslehre Ayurveda empfiehlt gegen Überhitzung kühlende Getränke wie lauwarmen Tee aus Minze oder Zitronenmelisse. Auch das landestypische Joghurtgetränk Lassi ist ideal für die heiße Zeit und schmeckt lecker – ob süß oder salzig. Wer das nicht mag, kann selbstgemachte Limonade aus Rosenwasser, Minze und Sirup trinken. Oder einfach pures Wasser – aber idealerweise nicht eiskalt aus dem Kühlschrank, das könnte ansonsten Bauchschmerzen verursachen.

Diese Empfehlungen sollen nur als Anregung dienen, bei störender Schweißbildung auch die Ernährung bewusster zu wählen und entsprechend anzupassen. Je nach Stoffwechsel und persönlichen Umständen können zusätzlich weitere Maßnahmen gegen Schweiß nötig sein.