Veränderter Körpergeruch?

Das alltägliche Leben kann für viele stressig und hektisch sein. Dabei spielt das Schwitzen eine wichtige Rolle. Es dient dazu, die Körpertemperatur zu regulieren, und schützt vor Überhitzung. Dabei entstehen jedoch unerwünschte Schweißflecken und Schweißgeruch.

Unangenehmer Scheissgeruch

© Drobot Dean / Adobe Stock

Der individuelle Duft unter den Achseln bleibt den größten Teil des Lebens in der Regel gleich, sodass wir eine Person schon am Geruch erkennen können. Doch hin und wieder passiert es, dass sich der Schweißgeruch in bestimmten Lebensphasen verändert. Dies kann ganz natürliche Gründe haben oder mit einer Krankheit verbunden sein. Wir klären Sie auf, welche Ursachen ein veränderter Schweißgeruch haben kann und geben Tipps, um mit unerwünschter Schweißausdünstung besser umzugehen

Wissenswerte Informationen zum Thema Schweiß

Das Schwitzen an sich ist ein gewöhnlicher biologischer Prozess. Grundsätzlich schwitzen wir, um die Körpertemperatur zu regulieren. Das bedeutet, bei großer Hitze oder starker körperlicher Aktivität muss ein Individuum Schweiß produzieren, um die innere Temperatur von etwa 36 bis 37 °C aufrecht zu halten. Dafür wird über Poren in der Haut Schweiß ausgeschieden. Dieser sammelt sich auf der Haut und verdunstet, wenn die umgebende Situation dies erlaubt. Bei dem Prozess entsteht die sogenannte Verdunstungskälte, welche sich für uns kühl anfühlt.

Neben starker Hitze können aber auch stressige Situationen Schweiß hervorrufen. Aus der Sicht der Evolution hat dies einen wichtigen Sinn. Stresshormone, wie Adrenalin oder Cortisol, werden seit Jahrhunderten ausgeschüttet, wenn Gefahr besteht, um sofort Fluchtreaktionen einleiten und durchhalten zu können. Heutzutage erleben Individuen Stress meist, ohne sich einer körperlichen Gefahr ausgesetzt zu sein. Trotzdem entsteht vermehrt Schweiß, weil unser Organismus dies in seiner Entwicklungsgeschichte so gelernt hat.

Mein Körpergeruch hat sich verändert! – Grundlagen

Eine wichtige Frage ist, warum Menschen überhaupt riechen. Frischer Schweiß ist nämlich geruchlos. Tatsächlich sind die Bakterien auf der Haut verantwortlich für den persönlichen Duft. Je nach Zusammensetzung des Hautmikrobioms in der Achsel oder sonstigen Körperregionen, wird Schweiß unterschiedlich zersetzt. Mikroorganismen brauchen Schweiß als Nahrungsquelle und Nährmedium. Außerdem bietet die Haut ihnen eine feuchte Umgebung und günstige Temperaturbedingungen, die notwendig sind damit die Hautbarriere als Schutzfunktion des Körpers funktioniert. Erst wenn Bakterien den Schweiß in seine Einzelteile spalten, entstehen individuelle Geruchskomponenten. Strenger Körpergeruch ist ein Hinweis: Denn eine gute Hygiene ist besonders wichtig, damit die Mikroorganismen in einem gesundheitsfördernden Verhältnis zueinander bestehen bleiben.

Im Laufe des Lebens verändert sich der Schweißgeruch in der Regel zwei Mal. Einmal während der Pubertät und einmal mit dem Eintritt in die sogenannten Wechseljahre. Dies hängt mit der Veränderung des Hormonhaushaltes in diesen Lebensphasen zusammen. Aber auch neben diesen natürlichen Faktoren kann sich der eigene Körpergeruch verändern. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigsten zählen starker Stress, eine veränderte Ernährung oder Krankheiten wie Diabetes. Diese werden in weiterführenden Artikeln genauer erläutert. Grundsätzlich gilt, wenn sich der Hormonhaushalt einer Person ändert oder bestimmte Nahrungsmittel oder Medikamente aufgenommen werden, kann sich der Körpergeruch verändern.

Schweißgeruch hat sich verändert! – Mögliche Krankheiten als Ursache

Verschiedene Krankheiten können den Schweißgeruch verändern. Hat eine Person beispielsweise Nierenprobleme, fängt der Schweiß an, nach Urin zu riechen. Die Nieren sind nicht mehr in der Lage bestimmte Stoffe aus dem Organismus zu filtern, also versucht der Körper diese über die Haut zu entsorgen. Ähnlich verhält es sich bei Leberproblemen. Der Schweiß bekommt eine Ammoniak-Note und der Atem beginnt, nach Aceton zu riechen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann sich der persönliche Geruch ins Säuerliche verändern. Ist die Schilddrüse jedoch in einer Überfunktion, wird oft vermehrt Schweiß produziert, wodurch die Bakterien mehr Substrat zum Zersetzen haben. Die Folge: stärkerer Körpergeruch.

Die Liste der potenziellen Krankheiten ist lang: Deswegen sollten Sie in jedem Fall aufmerksam sein, wenn sich Ihr Körpergeruch verändert. Wenn dies plötzlich geschieht, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Schwitzen vorbeugen und veränderten Körpergeruch lindern

Zu den beliebtesten Maßnahmen, um dem Schwitzen und Geruch Einhalt zu gebieten, zählen Deodorants und Antitranspirante. Deos überdecken meist Gerüche, ohne die Ursachen zu beheben. Antitranspirante dagegen blockieren die Poren, sodass nur vermindert Schweiß produziert werden kann. Sweat-Off bietet verschiedene Varianten zu dieser Produkt-Gruppe an. Bei Unsicherheiten können Sie stets einen Arzt oder Apotheker aufsuchen und sich beraten lassen.

Fazit

Ein veränderter Körpergeruch ist in vielen Fällen nichts Besorgniserregendes. Vor allem in der Pubertät und in den Wechseljahren. Ansonsten zählen hormonelle Veränderungen oder Nahrungsumstellungen zu den wichtigsten Gründen für einen veränderten Duft. Dennoch sollten potenzielle Krankheiten mit einem Mediziner abgeklärt werden, vor allem, wenn die Veränderung plötzlich passiert.

Veröffentlicht durch: Sweat-Off Redaktion
Erstellt am: 3. Juli 2020
Prüfzyklus: jährlich
Antitranspirant Experten
Redaktionsteam: M.Sc. Sophie Forreiter, M.Sa. Oxana Zhuravkova, M.Sc. Marianne Liyayi
Lektor: Prof. Dr. Michael Habs

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