Allgemeine Informationen über Unangenehmen Körpergeruch bei Diabetes

Schwitzen ist ein tägliches Phänomen, welches unserem Körper ermöglicht, die innere Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Besonders an heißen Sommertagen spielt dieser Mechanismus eine wichtige Rolle. Doch es gibt auch Krankheiten, die eine vermehrte Schweißproduktion hervorrufen. Menschen mit Diabetes können gleich mehrere Probleme mit ihrem Schweiß haben. Unangenehmer Körpergeruch bei Diabetes und eine erhöhte Schweißproduktion treten oft gemeinsam auf. Wir klären Sie auf, warum Diabetiker vermehrt Probleme mit dem Schwitzen haben und geben Tipps, wie Sie besser damit umgehen können.

Unangenehmer Körpergeruch bei Diabetes

© PhotoMIX Company / Pexels

Zusammenhang zwischen Diabetes und Schwitzen

Übermäßiges Schwitzen bei Diabetes kann mit einem niedrigen Blutzuckerspiegel verbunden sein, der als Hypoglykämie bezeichnet wird. Wenn der Blutzuckerspiegel sinkt, löst dies eine "Kampf oder Flucht" -Reaktion Ihres Körpers aus. Infolgedessen produziert Ihr Körper zusätzliche Hormone, die als Noradrenalin und Adrenalin bekannt sind. Der Organismus gerät in eine Stresssituation. Dies kann zu Symptomen einer Hypoglykämie wie starkem Schwitzen, Zittern, Hunger, Magenkrämpfen, Sehstörungen, schnellem Herzschlag, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwäche, Verwirrtheit, Angstzuständen und Kribbeln in Mund und Lippen führen.

Wenn ein niedriger Blutzuckerspiegel oder eine Hypoglykämie ignoriert wird, kann dies zum Koma und sogar zum Tod führen. Die Ursachen für eine Hypoglykämie können von zu vielen Diabetes-Medikamenten wie Insulin, zu viel Bewegung oder zu wenig Kohlenhydraten reichen. Es ist wichtig, den Blutzucker so schnell wie möglich wieder normal zu bekommen, um diese Symptome, einschließlich des Schwitzens, zu lindern. Bei Sorgen, Ihr vermehrtes Schwitzen könnte mit Ihrer Diabetes-Erkrankung zusammenhängen, sollte Sie in jedem Fall einen Arzt kontaktieren.

Vermehrter Schweißgeruch bei Diabetes

Wenn ein Diabetiker anfängt, vermehrt zu schwitzen, befindet sich der Körper meist in einem Zustand mit niedrigem Blutzuckerspiegel. Dies löst bei Betroffenen Stress aus, wodurch Stresshormone aktiviert werden. Diese wiederum regen spezielle Schweißporen an, welche Schweiß mit erhöhten Protein- und Lipid-Komponenten ausschütten. Bakterien freuen sich über dieses Medium, da sie mehr Stoffe haben, die zerset werden können. Das erzeugt üblen Geruch.

Ein weiterer Faktor ist eine Änderung des Stoffwechsels. Wenn dem Körper Zucker (Glukose) fehlt, muss er einen Brennstoff namens „Keton“ herstellen. Dieser entsteht auch bei Fasten und ist ein Ersatzstoff für den Körper, vor allem für das Hirn. Dieser Prozess erfordert das Mitwirken der Leber und anderer Organe. Bei der Umwandlung von körpereigenen Stoffen in “Ketone” können ebenfalls schlecht riechende Stoffe entstehen, welche über die Haut abgesondert werden. Ist dies der Fall, riecht der Atem meist nach Aceton. Dies kann allerdings individuell unterschiedlich sein. Aus diesem Grund ist es nicht richtig, zu sagen, dass vermehrter Schweißgeruch bei Diabetes immer auftritt.

Schweißgeruch bei Diabetes: Was hilft?

Insgesamt sollten Betroffene stets den Blutzuckerspiegel kontrollieren. Halten Sie Glukosetabletten, ein paar Stück Bonbons oder eine Dose normales Soda bereit, um Ihren Blutzuckerspiegel schnell zu erhöhen. Seien Sie jedoch vorsichtig, dass nicht zu viel Zucker auf einmal eingenommen wird. Lieber langsam, aber kontrolliert.

Weiter spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Essen Sie Produkte, welche den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen, sodass kein rapider Abfall stattfinden kann. Zum Frühstück Vollkornbrot aus Dinkel oder Roggen mit reichlich Gemüse bieten ein gutes Fundament für den ganzen Tag. Vermeiden Sie Süßigkeiten oder „leere Kohlenhydrate“ wie Weißbrot. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt nach der richtigen Ernährungsstrategie.

Mittel gegen unangenehmen Körpergeruch bei Diabetes

Um unangenehmen Körpergeruch bei Diabetes zu vermeiden, kann unterstützend ein Deodorant zur Geruchsüberdeckung genutzt werden. Wer die Schweißproduktion mindern möchte, sollte aber ein Antitranspirant verwenden, da diese die Schweißporen blockieren. Somit wird weniger Schweiß ausgeschüttet, wodurch den Bakterien der Nährboden entzogen wird. Sweat-Off bietet Produkte für jede Körperstelle. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Diese können Ihnen weitere Tipps und Maßnahmen, speziell für Diabetiker nennen.


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