Starker Fußgeruch: Stinkende Füße, ihre Ursachen, Wissenswertes und Tipps

Kennen Sie das? Ihre Füße riechen unangenehm und Sie trauen sich kaum, vor Freunden oder der Familie die Schuhe auszuziehen? Hier erfahren Sie Wissenswertes rund zum Thema Fußgeruch und was Sie gegen den Fußschweiß tun können.

Starker Fußgeruch | Stinkende Füße – Ursachen, Wissenswertes & Tipps

Photo by Mutzii on Unsplash

Wieso bildet sich der unangenehme Geruch an den Füßen?

Wenn die Füße stinken und schwitzen, ist das kein seltenes Leiden. Nirgendwo am Körper sitzen mehr Schweißdrüsen. Kommt keine Luft an den Fuß – aufgrund falscher Socken oder unpassender Schuhen – dann entsteht ein feucht-warmes Milieu. Dieses Milieu lieben Bakterien, welche wiederum der eigentliche Grund für den Schweißgeruch an den Füßen sind. Sie sorgen für den unangenehmen Gestank, der die Lebensqualität erheblich beschneiden kann.

Darüber hinaus bildet sich so leichter Fußpilz, der einen chronischen Verlauf nehmen kann. Sind am Fuß kleine Wunden, können sie sich durch das infektiöse Milieu rascher entzünden. Es ist also nicht nur der lästige Geruch, der Maßnahmen gegen den Fußgestank erforderlich macht. Auch der Gesundheit zuliebe sollte etwas gegen zu viel Schweiß an den Füßen getan werden.

Fußgeruch bei Mann und Frau: Gibt es einen Unterschied?

Unter Stinkefüßen oder Schweißfüßen leidet rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung. Es ist ein gängiges Problem von unterschiedlicher Ursache. Vor allem Männer sind davon betroffen. Dies hat einen logischen Grund: So besitzen Männer an ihren Füßen deutlich mehr Schweißdrüsen als Frauen. Sobald sich der Fuß stark erwärmt, können die Männerfüße bis zu 250 Milliliter Schweiß produzieren.

Treten stinkende Füße in allen Altersgruppen auf?

Ein unangenehmer Fußgeruch kann Menschen aus jeder Altersgruppe treffen. Bereits die Jüngsten können ihn ausbilden. Obgleich ihre Füße noch sehr klein sind, verfügen sie schon über die komplette Anzahl von Schweißdrüsen unter der Haut – wie bei einem erwachsenen Fuß.

In der Pubertät kann ein starker Fußgeruch leicht entstehen, da der Körper nun eine immense Umstellung durchmacht. Gleiches zählt für Schwangere oder Frauen in der Menopause. Gerade im Seniorenalter können Schweißfüße als Folgen einschlägiger Altersleiden auftreten. Manchmal sind sie auch Zeichen einer mangelnden Hygiene, wenn sich der Senior aufgrund zunehmender Bewegungsunfähigkeit und Bewusstseinstrübung selbst vernachlässigt.

Schuhe als Verursacher von Geruch

Das falsche Schuhwerk kann bewirken, dass sich die Wärme im Schuh staut. Die Folge ist eine vermehrte Schweißbildung, wodurch sich letztlich der verstärkte Fußgeruch im Schuh begründet. Um diesen Vorgang zu vermeiden, bieten es sich an, Schuhe aus atmungsaktiven Materialien zu nutzen. Leder ist beispielsweise eine gute Wahl.

Im Sommer sollte der Griff zum offenen Schuhwerk folgen, was bestenfalls ebenfalls aus Leder besteht. Solche Schuhe kaufen Sie problemlos in einem der größeren Schuhgeschäfte. Darüber hinaus können Sie im Fachhandel Einlegesohlen aus Leder kaufen, die den starken Fußschweiß absorbieren. Doch Achtung: Ein regelmäßiger Wechsel der Sohlen ist unerlässlich. Wann der Wechsel erfolgen sollte, können Sie im Zweifelsfall eigenständig riechen.

Fußgeruch Ursachen: Was ist der Grund für meine stinkenden Füße?

Nicht immer liegt es an den Schuhen, wenn die Füße stinken. Ein starker Fußgeruch kann auch ein Zeichen für eine hormonelle Umstellung oder hormonelle Störungen sein. Schwerwiegende und teilweise chronische Krankheiten können im Extremfall weiterer Gründe sein.

Welche Krankheiten können Ursachen für stinkende Füße sein?

Sobald Sie bemerken, dass Ihr Fußgeruch über einen längeren Zeitraum unnatürlich stark ist, sollten Sie unter Umständen einen Arzt konsultieren. Es besteht die Möglichkeit, dass sich hinter den stinkenden Füßen eine Erkrankung verbirgt. Hier sind ein paar Krankheiten, für die ein starker Fußgeruch ein Symptom sein kann:

  • Diabetes
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Tuberkulose
  • Malaria
  • Gicht
  • Nervenschädigungen

Bei all diesen Krankheiten kann es zu einer besonders starken Schweißproduktion kommen. Insbesondere wenn die stinkenden Füße mit weiteren Symptomen wie Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Fieber oder einem ungewöhnlichen Gewichtsverlust einhergehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Nur er kann die Ursache abklären. Durch eine gezielte Therapie der Grunderkrankung verschwinden die Schweißfüße im Optimalfall wieder.

Darüber hinaus können Sie nach Absprache mit dem Arzt einen unserer folgenden 5 Tipps zur Bekämpfung von müffelnden Füßen anwenden. So können Sie dieses unangenehme Symptom lindern und sich ein wenig wohler in Ihrer Haut fühlen.

5 Tipps gegen starken Fußgeruch

Stinkende Füße müssen kein Dauerzustand sein. Es gibt Mittel, mit denen Sie etwas gegen den Fußgeruch oder direkt gegen den starken Fußschweiß tun können. Inwiefern welches Mittel hilft, hängt vom Einzelfall ab. Betroffene sollten daher die unterschiedlichsten Möglichkeiten ausprobieren, um einen übermäßigen Fußgeruch individuell zu bekämpfen. So lässt sich ein Stück mehr Lebensqualität erreichen. Unabhängig von den jeweiligen Maßnahmen ist es wichtig, dass die Anwendung korrekt und konsequent erfolgt. Der Kampf gegen die stinkenden Füße kann langwierig sein.

Tipp 1: Morgendliches Fußbad mit Kräutern wie Salbei

Manchmal reicht es bereits aus, sich am Morgen ein Fußbad mit Heilkräutern wie Salbei zu machen. Dabei werden die Füße ausgiebig gewaschen. Die Heilkräuter sorgen für einen zarten Duft. Salbei wird zudem eine antiseptische Wirkung zugesprochen, sodass es gegen Viren, Bakterien und Pilze helfen kann. Außerdem kann es schweißhemmend wirken. Nach dem Fußbad gilt es, die Füße gründlich und sorgfältig abzutrocknen. Diese Anwendung bietet sich vor allem bei keinem sehr intensiven Fußgeruch an. Darüber hinaus sollte das Fußbad täglich erfolgen, um eine hinreichend gute Wirksamkeit leisten zu können.

Tipp 2: Deo mit Alkohol

Insbesondere im Onlinehandel und in Drogerien sind Fußdeos mit Alkohol erhältlich. Sie werden direkt auf die Füße aufgesprüht, entfalten oft eine leicht kühlende Wirkung und können dank des Alkohols Bakterien abtöten. Damit dienen diese Deos dazu, den Fuß vom Geruch zu befreien bzw. ihn gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Tipp 3: Antitranspirant

Antitranspirantien mit einem hohen Wirkungsgrad sind beim Hersteller, in Onlineshops und in Apotheken erhältlich. Sie haben im Unterschied zum regulären Deo den Vorteil, dass sie aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe die Schweißbildung hemmen können. Sie entfalten in der Regel eine nachhaltige Wirkung und sind damit sehr ergiebig. Die Anwendung ist leicht und unkompliziert. Sie erfolgt am Abend vor der Bettruhe. Am nächsten Morgen können Sie wie gewohnt duschen. Übrigens: Antitranspirante können sogar bei starken Schweißfüßen helfen.

Tipp 4: Schwachstromtherapie

Wer den Weg zum Arzt und etwas aufwendigere Methoden nicht scheut, der kann sich für die Schwachstromtherapie entscheiden. Hierfür werden die Füße für einen Zeitraum von bis zu 20 Minuten in ein flaches Wasserbad getaucht. Im Anschluss erzeugen Elektroden im Wasser einen geringen Strom, der durch die Flüssigkeit zu den Füßen gelangt. Wie stark der Schwachstrom ist, hängt von der Absprache mit dem behandelnden Arzt ab. Es kann sein, dass nach sieben bis 14 Tagen täglicher Behandlung die Schweißbildung zurückgeht. Danach ist eine Erhaltungstherapie erforderlich, die bis zu fünfmal pro Woche erfolgen kann.

Tipp 5: Botox

Eine weitere Methode gegen Schweißfüße vorzugehen, ist das Spritzen von Botox. Die Behandlung mit Botulinumtoxin ist vor allem aus dem Anti-Aging bekannt, aber kann auch bei einem übermäßigen Schwitzen helfen.

Botox ist ein hochwirksames Bakteriengift, welches sehr stark verdünnt die Nervenleitungen zu den Schweißdrüsen blockieren kann. Das kann wiederum die Schweißsekretion eindämmen. Dafür injiziert der Mediziner an verschiedenen Punkten im Abstand von ca. 2,5 cm die Flüssigkeit. Für gewöhnlich wird der Fuß vorab betäubt, da die Spritzen oft als sehr unangenehm empfunden werden. Es ist möglich, dass sich bereits nach zwei Tagen Behandlungserfolge zeigen. Die Wirkung kann bis zu neun Monaten anhalten. Danach wird die Behandlung wiederholt. Zumeist kommen die Krankenkassen für die Botoxbehandlung gegen Schweißfüße nicht auf.

Fazit: Schluss mit den Stinkefüßen

Stark riechende Schweißfüße sind peinlich und können Fußpilz provozieren. Umso wichtiger ist es, dagegen etwas zu tun. Ein leistungsstarkes Antitranspirant ist ein guter Weg, die Schweißproduktion einzudämmen. Die Anwendung ist leicht und solch ein Pflegeprodukt ist sehr einfach sowie kostengünstig zu beziehen. Sollte sich trotz sorgfältiger und konsequenter Anwendung die Schweißproduktion nicht signifikant reduzieren, bietet sich ein Arztbesuch an. Der Mediziner kann eine Behandlung mit Botox oder Schwachstrom durchführen. Beide Verfahren versprechen jedoch keine dauerhaften Resultate und sind kostenintensiv. Darüber hinaus kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen.

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