Schwitzige Hände und Füße - Was hilft dagegen?

Jeder kennt das Problem, hin und wieder Schweiß an den Händen oder Füßen zu haben. Schwitzende Hände und Füße fühlen sich sehr unangenehm an und treten meist in den unpassendsten Situationen auf.

Schwitzige Hände und Füße

© Juan Pablo Serrano Arenas / Pexels

Egal ob bei einem wichtigen Termin, in Stresssituationen oder beim Date, keiner möchte unter diesen Symptomen leiden. Wir liefern Informationen zum Thema, geben Tipps gegen schwitzige Hände und Füße und forschen nach Ursachen für Schweißhände und Schweißfüße.

Was verursacht schwitzige Hände und Füße?

Wie andere Teile unseres Körpers haben sowohl unsere Hände, als auch unsere Füße Schweißdrüsen. Diese regulieren für gewöhnlich die Temperatur. In manchen Fällen kann es aber sein, dass aufgrund von emotionalen, umweltbedingten und medizinischen Faktoren Hand- und Fußschweiß vermehrt auftreten. Ursächlich kann manchmal auch eine Krankheit sein, weshalb Sie bei starkem, anhaltenden Schwitzen ärztlichen Rat suchen sollten. Im Folgenden sind einige der häufigsten Ursachen für übermäßiges Schwitzen an Händen und Füßen aufgeführt:

1. Unangenehme, angsteinflössende und stressige Situationen

Durch stressige und unangenehme Situationen werden verschwitzte Handflächen oder Füße oft ausgelöst und verschlimmert. In diesen Situationen schüttet der Körper vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Kortisol aus. Denn während der Evolution des Menschen stellten sie oft eine lebensgefährliche Bedrohung dar. Der Organismus bereitet sich darauf vor, zu kämpfen oder zu flüchten. Damit verbunden ist eine erhöhte Aktivität des Stoffwechsels, die Energie für rasche Fortbewegung verfügbar zu machen soll. Die Freisetzung der Botenstoffe führt also zum Temperaturanstieg und löst die Gegenreaktion aus; der Mensch produziert Schweiß.

2. Umgebungstemperatur

So wie ein heißer Raum oder heißes Wetter dazu führen kann, dass Sie unter den Achseln schwitzen, können hohe Temperaturen natürlich auch die Ursache für verschwitzte Hände und Füße sein.

3. Unpassende Ernährung

Einige Lebensmittel sind dafür bekannt, die Schweißproduktion am gesamten Körper zu verstärken. Einige Beispiele sind:

  • Pfeffer
  • Chilischoten
  • Senf
  • Koffein
  • Alkohol

Die Vermeidung dieser Lebensmittel kann helfen, wenn schwitzige Hände und Füße ein Problem im Alltag darstellen.

4. Rauchen als negativer Faktor

Rauchen bzw. die Aufnahme von Nikotin kann zu starkem Schwitzen führen. Es ist somit eine mögliche Ursache für übermäßiges Schwitzen an Händen und Füßen.

5. Hormonstörungen

Verschiedenste Hormone haben einen Einfluss auf die Schweißproduktion. Auf ein Ungleichgewicht oder Veränderungen im Hormonhaushalt folgt häufig vermehrtes Schwitzen, auch an den Händen und Füßen. Die häufigsten Beispiele dafür sind:

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Menopause
  • Schwangerschaft
  • Pubertät

Welche Hausmittel helfen gegen schwitzende Hände und Füße?

Viele Betroffene suchen nach schneller Hilfe gegen schwitzige Hände und Füße. Hausmittel liegen dann als Lösung nahe, da sie häufig günstig sind und in jedem Haushalt vorhanden. Ihre Wirksamkeit ist zumeist nicht in wissenschaftlichen Studien belegt und ihre Verwendung basiert häufig auf Erfahrungswissen und -berichten. Sie können Hilfe bieten, die Wirksamkeit kann aber im Einzelfall nicht vorausgesagt werden. Im Folgenden haben wir einige gebräuchliche Hausmittel gegen schwitzende Hände und Füße zusammengestellt, mit Informationen zu deren Wirkung:

Salbei ist eines der am häufigsten genannten Hausmittel gegen Schwitzen. Ihm werden schweißhemmende Eigenschaften zugeschrieben. Fachleute vermuten, dass sich die schweißhemmende Wirkung von Salbei vor allem durch die enthaltenen ätherischen Öle erklärt. Salbei kann als Tee eingenommen werden, aber eignet sich auch für ein Bad gegen Schweißfüße bzw. -hände. Dafür eine Handvoll Salbeiblätter in einen Liter kochendes Wasser geben und den Sud 15 Minuten ziehen lassen. Dann mischen mit lauwarmem Wasser mischen und Füße oder Hände darin für mindestens zehn Minuten baden. Danach gründlich abtrocknen und je nach Bedarf täglich oder zweimal pro Woche wiederholen.

Natron und auch Backpulver binden Feuchtigkeit und neutralisieren Gerüche. Insbesondere bei müffelnden Schuhen kann es eingesetzt werden. Dafür zwei bis drei Esslöffel in den Schuh streuen, durch Schütteln gut verteilen und nach 24 Stunden Einwirkzeit wieder aussaugen. Die Feuchtigkeit und der üble Geruch im Schuh werden beseitigt.

Maisstärke wirkt auf ähnliche Weise, es hilft der Haut, trocken und geruchlos zu bleiben. Ein Gemisch aus 10g Maismehl mit 5g Natron kann auf schwitzende Hände und Füße augetragen werden, um dort Feuchtigkeit aufzunehmen.

Zitrone kann auf verschiedene Arten gegen schwitzige Hände und Füße verwendet werden. Im Kampf gegen den Schweiß kann es bspw. hilfreich sein, die betroffenen Stellen mit frisch aufgeschnittener Zitrone einzureiben. Nach ca. 20 Minuten abwaschen und am besten täglich wiederholen.

Apfelessig hat antibakterielle Eigenschaften. Den Essig hierfür täglich auf Hände und Füße auftragen und am besten über Nacht einwirken lassen. Dann mit Wasser abwaschen.

Extratipp: Achten Sie auf den Temperaturen angemessene Kleidung, die Schweiß gut aufsaugen oder nach außen abtransportieren können. Das gilt insbesondere für Handschuhe, Socken und Schuhwerk.

Was kann außerdem man gegen schwitzige Hände und Füße machen?

Wenn Hausmittel nicht (mehr) weiterhelfen, gibt es noch eine ganz Reihe anderer Behandlungsansätze:

Deodorants können helfen, den unangenehmen Schweißgeruch zu überdecken. Sie wirken zum Teil antibakteriell und beugen damit unangenehmer Geruchsbildung vor. Wenn die Schweißbildung wirklich unterbunden werden soll, dann empfiehlt sich die Anwendung von Antitranspiranten. Diese wirken zuverlässigen gegen Schweiß, auch an Händen und Füßen. Beide Produkte sind in Drogerien, Apotheken und in Onlineshops frei verkäuflich erhältlich.

Stark schwitzende Handflächen und Achselhöhlen können zudem mit Botox-Injektionen (Botulinumtoxin) behandelt werden. Auch die sog. Iontophorese ist eine mögliche Therapie. Dabei wird das vom starken Schwitzen betroffene Körperareal mit einem leichten Strom behandelt. Dies führt zu einer Reduzierung des Schweißflusses. Beide Behandlungsmethoden können nur von einem Facharzt verordnet und vorgenommen werden.

Bei schwerem Schwitzen kann ein chirurgischer Eingriff empfehlenswert sein, der als endoskopische transthorakale Sympathektomie (ETS) bezeichnet wird. Die ETS sollte erst dann in Betracht gezogen werden, wenn sämtliche konservative Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Bei der Operation werden Nervenstränge, die für die Weiterleitung der Impulse an die Schweißdrüsen an Händen, Füßen, Achseln oder Gesicht zuständig sind, punktuell zerstört oder unterbrochen.

Fazit

Insgesamt sind schwitzige Hände und Füße ein verbreitetes Phänomen, welches jedoch zur Belastung werden kann. Sie können im Zusammenhang mit anderen gesundheitlichen Problemen auftreten, welche vorab stets abgeklärt werden sollten. Zur Minderung der Schweißproduktion allein gibt es verschiedene Ansätze, von der Anwendung von Hausmitteln bis hin zu invasiven Eingriffen. Eine Möglichkeit ist die Verwendung eines Antitranspirants. Sweat Off bietet Ihnen beispielsweise eine Schaum-Variante an, welche sich besonders gut für die Anwendung an Händen und Füßen eignet.

Veröffentlicht durch: Sweat-Off Redaktion
Erstellt am: 16. November 2020
Prüfzyklus: jährlich
Antitranspirant Experten
Redaktionsteam: M.Sc. Sophie Forreiter, M.Sa. Oxana Zhuravkova, M.Sc. Marianne Liyayi
Lektor: Prof. Dr. Michael Habs

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