Starkes Schwitzen in der Nacht » Ursachen, Wissenswertes & Tipps

Ein starkes Schwitzen im Schlaf ist vielen Menschen bekannt. Häufig passiert dies in heißen Sommernächten oder im Rahmen von einer Grippe mit hohem Fieber. Unabhängig von der Ursache sind diese Schweißausbrüche sehr unangenehm. Die Betroffenen wachen davon oft auf, was die Schlafruhe stört. Einige ekeln sich vor der Nässe und beziehen noch in der Nacht das Bett neu. Wie sich ein extremer Nachtschweiß verhindern lassen kann und welche Ursachen dahinterstecken können, steht hier.

Starkes Schwitzen in der Nacht

Photo by Krista Mangulsone on Unsplash

Starker Nachtschweiß: diese Körperregionen sind oft betroffen

Der Körper schwitzt nur selten gleichmäßig. Häufig sind bestimmte Körperbereiche betroffen, aus denen die Körperflüssigkeit austritt. Besonders oft tritt er im Brustbereich und am Oberkörper auf, wodurch er rasch Bettdecke, Schlafbekleidung und auch das Laken durchnässt. Weitere Infos zu dem Schwitzen am Oberkörper und im Brustbereich (link) finden sich in separaten Blogbeiträgen zu diesem Thema. Manchmal betrifft der Nachtschweiß verstärkt den Kopf, was für ganz eigene Ursachen stehen kann, wie hier (link) nachzulesen ist. Vereinzelt berichten die Betroffenen zudem von einem nächtlichen Schweiß an den Beinen, der sich nicht minder unangenehm anfühlen und sehr belastend sein kann. Was ihn ausmacht, ist hier (link) zu lesen. Ganz gleich, wo der Nachtschweiß letztlich auftritt, eine Frage steht stets im Fokus: Warum schwitze ich nachts?

Nachtschweiß Ursachen: ein Symptom für vieles

Den Nachtschweiß zählen Mediziner zu den Allgemeinsymptomen. Er kann von einem leichten Schweißfilm auf der Stirn bis hin zu einem Durchnässen der Bettwäsche reichen. Die Ursachen für die verstärkte Schweißproduktion können sehr unterschiedlich sein. Manche Gründe sind harmlos, während andere eine medizinische Behandlung notwendig machen. So kann Nachtschweiß ein Hinweis auf eine Krankheit sein. Infektionskrankheiten, Autoimmunerkrankungen, Krebs, neurologische Schädigungen und vieles mehr können dahinter stecken. Sogar psychische Erkrankungen können der Grund sein, da Angst und Stress die Schweißproduktion aktivieren können. Deutlich harmloser sind hingegen Ursachen wie zu scharfes Essen am Abend, Übergewicht oder eine zu hohe Raumtemperatur.

Darüber hinaus gibt es geschlechtsspezifische Gründe für den Nachtschweiß, wie in einem Beitrag (link) zum starken Schwitzen bei Männern nachzulesen ist. Frauen können aufgrund ihres Geschlechts ebenfalls einen temporären Nachtschweiß ausbilden. Bei ihnen sind dann oft für den Nachtschweiß Hormone verantwortlich. Ein Beispiel dafür ist Nachtschweiß durch Pille. Mehr allgemeine Fakten zur Schweißbildung in der Nacht bei Frauen stehen hier (link). Sehr bekannt ist beispielsweise das Schwitzen während der Wechseljahre, wozu sich hier (link) weitere Infos entdecken lassen. Manche Frauen klagen zudem vor und während der Menstruation über Schweißanfälle in der Nacht. Interessantes zum Nachtschweiß PMS steht in diesem Beitrag (link). Nichts Ungewöhnliches ist ferner ein verstärktes Schwitzen in der Nacht, wenn die Frau ein Kind erwartet. Etliche Veränderungen finden nun im Körper statt, die sich alle auf die gesunde Entwicklung des Kindes und die anstehende Geburt fokussieren. Schweißausbrüche in der Schwangerschaft sind somit ebenfalls möglich, wie hier (link) zu erfahren ist. Nach der Geburt verändert sich der Körper der Frau erneut, was sich anhand von zahlreichen Symptomen erkennen lässt. Inwiefern Nachtschweiß dazu gehört, wird hier (link) erörtert.

Begleiterscheinungen und Folgen durch den Nachtschweiß

Der Nachtschweiß geht mit einem störenden Feuchtigkeitsgefühl, einem unangenehmen Schweißgeruch und nassen Flecken auf der Bettwäsche einher. Während diese Begleiterscheinungen zwar lästig, aber nicht gefährlich sind, können mit dem Nachtschweiß auch schwerwiegendere Konsequenzen auftreten. Durch das Aufweichen der Haut erhöht sich beispielsweise die Anfälligkeit für Ekzeme wie dem chronisch-toxischen Kontaktekzem und Hautinfektionen.

Durch den Schweiß in der Nacht wachen die meisten Betroffenen auf, was die Nachtruhe stört. Dies kann weitreichende Schlafstörungen verursachen, die die Leistungsfähigkeit am Tage reduzieren können. Sollte der Nachtschweiß Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein, stellen sich mit ihm oft weitere krankheitsspezifische Symptome ein.

Letztlich vermag der Nachtschweiß die Lebensqualität erheblich einschränken, weswegen Betroffene oft nach Therapiemöglichkeiten suchen.

Therapiemöglichkeiten für nächtliche Schweißausbrüche

Um gegen einen krankheitsbedingten Nachtschweiß anzukämpfen, empfiehlt sich eine Bekämpfung der Ursache. Dafür ist es jedoch unerlässlich, dass der Betroffene einen Arzt aussucht. Erst nach der Anamnese und etwaigen körperlichen Untersuchungen lässt sich bestimmen, inwiefern eine Ursachentherapie eingeleitet werden kann. Ergänzend dazu ist gegebenenfalls eine direkte Symptombehandlung möglich. Sie bietet sich auch an, wenn hinter dem Nachtschweiß keine Erkrankung steckt.

Tipps gegen das starke Schwitzen in der Nacht: das kann helfen

Das nächtliche Schwitzen ist sehr störend. Die gute Nachricht ist, dass es Möglichkeiten gibt, mit denen es sich einschränken oder komplett beseitigen lässt. Wie sie im Einzelnen aussehen können, wird hier (link) thematisiert. An dieser Stelle sei jedoch ein kurzer Überblick über die Therapiemöglichkeiten aufgeführt:

  • Änderung des Lebensstils: Vor der Bettruhe auf den Konsum von scharfen Speisen, Zigaretten, Kaffee und Alkohol verzichten oder ihn einschränken. Sie können die Schweißproduktion anregen.
  • Entspannung: Vor der Bettruhe sollte sich auf ein geruhsames Schlafen eingestimmt werden. Hierzu gehören das Hören von beruhigender Musik, angenehme Gedanken und das Lesen eines unterhaltsamen Buches. Horrorfilme, problembehaftete Gespräche oder ein langes Grübeln über aktuelle Sorgen sind weniger hilfreich. Sie können Stress verursachen und Stress wiederum kann zur Produktion von Schweiß beitragen.
  • Zimmertemperatur: Im Zimmer darf es nicht zu heiß sein. Wichtig ist auch, vor der Bettruhe gut zu lüften. Im Zweifelsfall kann es ratsam sein, das Fenstern während der Nacht offen zulassen. In heißen Sommern helfen Ventilatoren für einen effizienten Luftaustausch. Eine Klimaanlage bringt die erholsame Kühle in den Raum, wenn es draußen sehr heiß ist.
  • Richtige Stoffwahl: Synthetische Stoffe verhindern, dass die Haut atmen kann. Dadurch provozieren die Materialien Schweißausbrüche. Eine leichte Baumwolle ist daher die beste Wahl.
  • Antitranspirante: Auf dem Markt gibt es hochwertige Antitranspirante, die effektiv die Schweißbildung regulieren können. Sie können eine nachhaltige Wirkung entfalten, weswegen eine tägliche Anwendung nicht erforderlich ist.

Wie bereits erwähnt, sind die Auslöser für den Nachtschweiß oft harmlos und lasen sich mithilfe eines Stressabbaus sowie veränderten Schlaf- und Essgewohnheiten vermeiden. Jedoch kann der Nachtschweiß auch ein Symptom für schwerwiegendere Krankheiten sein. Starke Schweißausbrüche während der Nacht, welche sich über mehrere Wochen hinwegziehen, sind stets der Grund für einen Arztbesuch. Nur er kann letztlich abklären, inwiefern der Nachtschweiß behandlungsbedürftig ist oder nicht. Wichtig dabei ist, den Arzt über etwaige weitere Symptome aufzuklären. Hierzu können beispielsweise Fieber und ein unnatürlicher Gewichtsverlust zählen.


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