Infos und Tipps über Schweißgeruch in den Wechseljahren

Schwitzen gehört zum alltäglichen Leben und schützt den Körper vor dem Überhitzen. Manche Personen schwitzen grundsätzlich mehr, andere weniger. Doch in bestimmten Lebensphasen kann sich die Schweißproduktion verändern bzw. verstärken. Ein Beispiel dafür sind die Wechseljahre.

Starker Schweißgeruch in den Wechseljahren

© Andrea Piacquadio / Pexels

Hinzu kommt nicht nur das Problem der erhöhten Schweißmenge, sondern auch ein veränderter Körpergeruch in den Wechseljahren. Viele Betroffene schämen sich und empfinden den veränderten Geruch als zusätzliche Belastung neben den Wechseljahren an sich. Wir klären Sie über die Zusammenhänge auf und geben Tipps, wie Sie besser mit Ihrer Situation umgehen können.

Zusammenhang zwischen Wechseljahren und Schwitzen

Ungefähr 75–85% der Frauen in der Perimenopause und in den Wechseljahren bemerken vermehrtes Schwitzen und ein wiederkehrendes Gefühl innerer Hitze (Hitzewallung) im ganzen Körper. Der Prozess der Ovarialinsuffizienz (Beendigung der Menstruation und Verlust der Fruchtbarkeit) kann 5-6 Jahre oder länger andauern. In den Wechseljahren sinkt der Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen, was mit bestimmten Veränderungen im Gesundheitszustand einer Frau einhergeht.

Trotz jahrzehntelanger Forschung ist die genaue pathophysiologische Grundlage von Hitzewallungen mit starkem Schwitzen noch nicht geklärt. Die Mechanismen sind durch eine übermäßige Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße) gekennzeichnet, um Wärme während einer Hitzewallung zu verlieren. Während Frauen vor den Wechseljahren Mechanismen des Wärmeverlustes ausgleichen können, lösen Frauen mit Hitzewallungen nach einem Anstieg der Körpertemperatur um 0,4 °C eine vasodilatatorische Reaktion aus. Diese führt zu starkem Schwitzen bei kleinster Anstrengung oder ganz ohne eine körperliche Aktivität und einem Gefühl intensiver Hitze.

Was passiert während einer Hitzewallung mit verstärktem Schwitzen?

Während der Hitzewallung kommt es zu einer Zunahme der Durchblutung zusammen mit einer Hyperthermie in großen Teilen des Körpers. Dies kann zunächst übermäßiges Schwitzen in den Wechseljahren hervorrufen. Der maximale Temperaturanstieg tritt bei Fingern und Zehen auf, bei denen die Temperatur von 20 °C bis 33 °C ansteigen kann, obwohl die Symptome von Hitzewallungen im Oberkörper (Kopf, Hals und Brust) am intensivsten sind. Die Vasodilatation führt zu einem Wärmeverlust mit einer Absenkung der Körpertemperatur und einer Aufhebung der Hitzewallung. Die einhergehenden Schüttelfrostreaktionen sind eine kompensatorische Reaktion, um die Kernkörpertemperatur auf einen normalen Wert zu bringen. Schwitzen und Frieren in den Wechseljahren sind also eng miteinander verbunden.

Warum verändert sich der Schweißgeruch in den Wechseljahren?

Die Prozesse in den Wechseljahren sind sehr komplex. Insgesamt ändert sich aber der Hormonhaushalt einer Person. Immer wenn Hormone verändert auftreten, kann dies den Schweißgeruch beeinflussen. Studien haben gezeigt, dass sowohl Östrogen, als auch Serotonine in geringeren Konzentrationen in den Wechseljahren vorhanden sind. Bekannt ist weiter, dass das Glückshormon Serotonin in Verbindung mit Stresshormonen wie Noradrenalin steht.

Wenn Serotonin nicht mehr ausreichend vorhanden ist, wird vermehrt Noradrenalin ausgeschüttet. Der Körper interpretiert dies als ernst zu nehmenden Stress oder evolutionär betrachtet, als Gefahr. Deswegen wird vermehrt Schweiß zur Kühlung produziert, obwohl gar keine Aktion ausgeübt wird. Aus noch ungeklärten Gründen steigt die tatsächliche Körpertemperatur dennoch an, ein Grund mehr Schweiß zu produzieren. Durch die höhere Schweißmenge haben Bakterien auf der Haut bessere Lebensumstände. Sie zersetzen den Schweiß und dessen Bestandteile in stinkende Komponenten wie Ammoniak oder Buttersäure. Bei verändertem Schweißgeruch Wechseljahre als Ursache zu vermuten, ist demnach nicht abwegig.

Wechseljahre bei Männern

Meistens wird bei den Wechseljahren von Frauen gesprochen. Doch auch Männer haben eine Art von Wechseljahren, in der sich der Schweißgeruch ändern kann. Während bei den Damen das Hormon Östrogen sinkt, ist es bei den Herren Testosteron. Da es sich hier ebenfalls um ein Hormon handelt, steht es in Verbindung mit dem gesamten Hormonhaushalt. Wie bei den Frauen werden Stresshormone vermehrt ausgeschüttet und es kommt zu stärkerem Schwitzen und Geruch

Starker Schweißgeruch durch Wechseljahre: Wann ist es krankhaft?

Betroffene stellen sich manchmal die Frage, ob das, was mit ihnen passiert, noch normal ist oder “Wann hört das Schwitzen in den Wechseljahren auf?”. Wechseljahre sind insgesamt eine schwierige Lebensperiode voller Veränderungen. Wenn zusätzlich noch übermäßiges Schwitzen, kalter Schweiß oder unangenehmer Schweißgeruch in den Wechseljahren hinzukommt, kann dies belastend sein. Aber sicher ist auch, dass diese Phase vorbei geht. Dies kann natürlich individuell höchst unterschiedlich sein. Grundsätzlich gilt aber, wenn Sie unsicher sind oder den Verdacht haben, es könnte etwas anderes als die Wechseljahre hinter dem veränderten Geruch oder dem verstärkten Schwitzen stecken, suchen Sie einen Arzt auf. Dieser kann Sie beraten und professionelle Hilfe in allen Lebenslagen bieten.

Tipps gegen starkes Schwitzen und Schweißgeruch in den Wechseljahren

Unangenehmer und befremdlicher Schweißgeruch unter der Brust, den Armen und am Kopf, kann ganz schön nerven. Deswegen haben wir hier ein paar Methoden aufgezählt, die gegen eine starke Ausprägung von Hitzewallungen und vermehrter Schweißproduktion in den Wechseljahren helfen sollen:

  • Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass Sie durch die Aufrechterhaltung eines normalen Gewichts und die Teilnahme an regelmäßigen Übungen die Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen reduzieren können.
  • Entspannungstechniken und eine tiefe Atmung sollen helfen, ruhig zu bleiben und Wutausbrüche zu vermeiden, die häufig bei altersbedingten hormonellen Veränderungen auftreten.
  • Vermeiden Sie scharfes Essen, alkoholische und koffeinhaltige Getränke, Nikotin und trinken Sie eine ausreichende Menge reinen Wassers, um das Schwitzen zu verringern.
  • Vorteilhaft könnte sein, Sojaprodukte in die Diät einzuschließen. Sie enthalten Phytoöstrogene, die dem weiblichen Hormon Östrogen ähnlich sind.
  • Tragen Sie einen locker sitzenden Schlafanzug oder ein Nachthemd aus natürlichen Stoffen. Sie schränken Ihre Bewegungen nicht ein, lassen Ihren Körper atmen und verhindern Schwitzen am Morgen.
  • Wischen Sie Ihr Gesicht und Ihren Hals mit einem in kaltem Wasser getränkten Waschlappen ab, um sich Erleichterung zu verschaffen.
  • Mittle mit Traubensilberkerze können eingenommen werden, um Hitzewallungen und Nachtschweiß zu kontrollieren.
  • Deodorants überdecken unangenehmen Geruch und helfen, mit dem veränderten Geruchsbild umzugehen.
  • Antitranspirante reduzieren die Menge an Schweiß und sorgen somit dafür, dass auch der veränderte Geruch reduziert wird.

Neben all diesen Tipps sollten Sie bei Problemen natürlich immer Ihren Arzt oder Apotheker befragen.


Weitere Sweat-Off Antitranspirante & Deos gegen starkes Schwitzen:

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden und sichern Sie sich 10% Rabatt auf Ihre nächste Bestellung!
Jetzt anmelden
keine Aktion mehr verpassen!