Deo mit Aluminium kaufen: Infos zum Schwitzen, und wie man es verhindert.

Wir klären Sie in diesem Artikel zu Aluminium in Deodorants auf und geben Tipps, zu passenden Produkten, zur richtigen Handhabung und wir sagen Ihnen, wo Sie ein Deo mit Aluminium kaufen können.

Deo mit Aluminium kaufen

© sabdiz / Adobe Stock

Deo mit Aluminium: Wissenswertes zur Produktklasse

Im Handel existiert eine Vielzahl von Deodorants, dessen Auswahl an Varianten unübersichtlich und überfordernd auf den Konsumenten wirken kann. Insgesamt existieren verschiedenste Varianten von Deos, von natürlichen rein biologischen Produkten bis hin zu komplett synthetischen Alternativen. Eine wichtige Unterscheidung stellt die Einteilung in Deodorants mit und ohne Aluminium dar. Ihre Wirkungsweise unterscheidet sich erheblich und auch die Wirksamkeit gegen Schwitzen und Geruch ist starken Schwankungen unterworfen.

Deos ohne Aluminium wirken in erster Linie geruchsüberdeckend. Das bedeutet, sie verhindern nicht, dass eine Person an einer bestimmten Körperstelle schwitzt. Stattdessen kaschieren sie den eigenen Duft mit ätherischen Ölen oder Parfums. Interessanterweise ist Schweiß grundsätzlich geruchslos. Erst durch die Zersetzung der Schweißbestandteile durch Mikroorganismen auf der Haut entsteht eine unangenehme Ausdünstung. Neben der Geruchsüberdeckung können manche Deodorants ohne Aluminium auch Inhaltsstoffe aufweisen, welche die Bakterien auf dem Körper reduzieren können. Besonders beliebt ist hierfür Alkohol.

Produkte mit Aluminium wirken dagegen anders. Die Aluminiumverbindungen sind in der Lage die Schweißporen zu blockieren, sodass weniger oder gar kein Schweiß austreten kann. Dies hat zur Folge, dass die Person an den behandelten Stellen nicht mehr oder weniger schwitzt. Das Zusammenziehen der Poren entsteht, wenn die Metallsalze mit Eiweißen der Drüsengänge reagieren, Pharmazeuten sprechen von einem adstringierenden Effekt. Die Schweißreduktion hält unterschiedlich lange an, je nachdem welches Produkt in welchen Abständen verwendet wird. Fachlich korrekt werden Produkte mit Aluminiumsalzen als Wirkstoff Antitranspirante genannt.

Deodorants mit Aluminium: Es gibt auch Deodorant-Arten, die die Effekte eines Deos und die Aluminium-Eigenschaften kombinieren. Solche Deos mit Aluminium weisen neben ihrem schweißhemmenden Aluminiumgehalt meist noch Alkohol und Parfum in der Rezeptur auf.

Vor- und Nachteile von Aluminiumverbindungen in Deos

In der Kosmetikindustrie gibt es eine Vielfalt an Bestandteilen, welche für die Herstellung von Deos verwendet werden können. Die bekannteste Aluminiumverbindung in Deodorants ist das Aluminiumhydroxychlorid. Dieser Stoff hat in der Chemie verschiedene Namen, sodass auch Aluminiumchlorhydrat, Aluminiumchlorid oder Aluminium oxychloride für ein und dienselben Chemikalie verwendet werden.

Doch was macht Aluminium in Deos eigentlich genau? Die Aluminiumsalze in Deos (oder korrekter Antitranspiranten) sorgen für eine Verengung und ein Austrocknen der Schweißdrüsen an den Stellen, an denen es aufgetragen wurde. Dadurch kann die Schweißmenge in etwa halbiert werden. Allerdings sollten sie nur über einige Tage kontinuierlich aufgetragen werden, da ihre Wirkung nach dem Wirkeintritt für längere Zeit anhält. Erst wenn Sie wieder eine Schweißentwicklung an den behandelten Stellen spüren, beginnen sie mit einem neuen Behandlungszyklus. Aluminiumhaltige Deos können also dafür sorgen, dass Sie nachhaltig weniger schwitzen.

Aluminiumchlorid-Verbindungen sind gut wasserlöslich und sind in hohen Konzentrationen (ab 20% aufwärts) ätzend. Unerwünschte Wirkungen können bei empfindlicher Haut auch schon bei vergleichsweise geringer Aluminiumkonzentration auftreten. Beispielsweise kann ein Deo mit Aluminiumchlorid Juckreiz auslösen, da seine chemischen Eigenschaften bei empfindlichen Menschen eine Irritation der Haut bewirken können. Vermeiden Sie deshalb grundsätzlich das Rasieren der Hautstellen direkt vor der Verwendung eines Antitranspirants. Durch die Zugabe von Pflanzenextrakten oder Glycerin in den Produkten soll dieser negative Effekt vermindert oder ganz vermieden werden.

Arten und Applikationsformen von Deos

Insgesamt existiert eine Vielzahl an Produkten. Die gebräuchlichsten Darreichungsformen von Deos sind Spray- und Roll-Ons. Sprühdeos sind als Dose verpackt und stehen unter Druck. Auf diese Art kann das Deo durch die Betätigung eines Druckmechanismus fein und persönlich dosiert auf die Haut gebracht werden. Eine ähnliche Option sind Pumpsprühdeos. Diese sind in Glas- oder Plastikbehälter gefüllt und können ohne Druck, mithilfe eines Pumpmechanismus auf die Haut gesprüht werden. Auch hierbei ist eine gute Kontrolle der Dosierung möglich, die Verteilung des Produktes ist jedoch etwas gröber als bei Varianten mit Überdruck.

Eine beliebte Applikationsform, vor allem für Produkte mit Antitranspirant-Wirkung sind Deoroller mit Aluminiumsalzen. Hier befindet sich die Flüssigkeit in einem kleinen Container, welcher an einer Seite eine Kugel verbaut hat. Rollt man nun diese Kugel, bildet sich ein dünner Deofilm auf der Oberfläche. Durch Rollen auf der Haut wird etwas von dem Deo aufgetragen. Der Vorteil liegt hier bei einer exakten Auftragung des Produkts auf einer definierten Körperstelle. Tatsächlich kann der Betroffene genau entscheiden, auf welchen Stellen sich am Ende Deo befinden soll. Dies ist bei Aluminium in Deo Sprays nur bedingt möglich.

Weniger bekannt sind Deo Kristalle mit Aluminium oder Salben. Deo Kristalle sehen aus, wie der Name bereits sagt, wie ein Kristall. Sie bestehen aus einem großen Teil Aluminium, dem sogenannten Alaun, einem Aluminiumsalzkristall. Aktuell ist die Wirksamkeit und Verträglichkeit solcher Kristalle gegen Schweiß und auf der Haut nicht abschließend wissenschaftlich gesichert, weswegen die Verwendung unsicher ist. Alaune besitzen unterschiedliche chemische Zusammensetzungen und verhalten sich anders als Aluminiumchlorid, dessen Wirksamkeit und Verträglichkeit in Antitranspiranten umfangreich dokumentiert ist.

Deo Salben sind insbesondere als Naturprodukte beliebt. Dabei handelt es sich um eine Paste aus verschiedenen Stoffen, welche mit den Fingern auf die gewünschten Hautstellen aufgetragen wird. Auch diese Präparationen können Aluminiumchlorid enthalten, was jedoch selten ist.

Welche Körperteile sind besonders von Schweißbefall betroffen?

Die gesamte Haut des Menschen kann schwitzen. Von Kopf bis Fuß besitzen wir Schweißdrüsen, nur wenige Stellen der Körperoberfläche produzieren keinen Schweiß: Lippenrot (Innenseite der Lippe), äußerer Gehörgang, Klitoris und Eichel. Doch in manchen Körperregionen kann vermehrt Schweiß produziert werden. Unter den Achseln ist besonders oft eine erhöhte Schweißproduktion zu finden. Hier verlaufen zahlreiche Blutgefäße und Lymphbahnen. Strategisch betrachtet eignet sich dieser Ort besonders gut, um die Körpertemperatur zu regulieren. Die Körperflüssigkeiten können in kurzer Entfernung vom Herzen und der inneren Organe Wärme nach Außen ableiten sodass keine Schäden durch Übertemperatur entstehen. Ebenso sind die Rückenpartie und der Bereich um die Brüste besonders schweißanfällig. Genetische Faktoren beeinflussen ebenfalls, wo ein Mensch bevorzugt schwitzt. Familienanamnesen belegen, dass die beispielsweise starkes Schwitzen im Gesicht vererbt wird.

Aluminiumchlorid und die unnötige Angst vor Krebs

Seit vielen Jahren wurden Verbraucher verunsichert, ob Aluminium in Antitranspiranten Krebs auslösen können oder nicht. Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) hat in seiner jüngsten Stellungnahme (2020) klargestellt, dass gesundheitliche Risiken durch aluminiumhaltige Antitranspirants unwahrscheinlich sind. Die aktuelle Bewertung ist so zusammenzufassen: Die Wahrscheinlichkeit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung bei täglicher Verwendung von Antitranspirantien ist unwahrscheinlich. Auch bei täglicher Anwendung gibt es keine gesundheitliche Beeinträchtigung. Die Aussagekraft der vorliegenden Daten ist hoch: die wichtigsten Daten liegen inzwischen vor und sind widerspruchsfrei. Eine Kontrolle der Aluminiumaufnahme durch Antitranspirantien ist nicht erforderlich.

Einer im Journal of the National Cancer Institute veröffentlichten Studie von Dana K. Mirick, Scott Davis und David B. Thomas zeigt laut Autoren sogar ganz klar, dass Aluminium kein Brustkrebs auslösen kann: „Unsere Ergebnisse liefern keinen Hinweis darauf, dass eine Beziehung zwischen Aluminiumchlorid und einem erhöhten Brustkrebsrisiko besteht.“ Nutzung in der Schwangerschaft und während der Zeit des Stillens sollten Nutzen und denkbare Risiken individuell bewertet werden. Fragen Sie Ihren Arzt ob eine Behandlung mit einem Deo mit Aluminium für Sie passend ist.

Alternativen zu Deos mit Aluminium

Wer dennoch Deos / Antitranspirante mit und Aluminiumsalzen vermeiden möchte, kann versuchen durch Änderung des Lebensstils gegen übermäßiges Schwitzen vorzubeugen. Diese können durch die Verwendung eines Deos ergänzt werden. Tipps um, weniger zu schwitzen bzw. weniger unangenehme Gerüche zu bilden, sind:

  1. Trinken Sie täglich 2 bis 3 Liter Wasser oder Tee.
  2. Vermeiden Sie Koffein aus Kaffee und schwarzem Tee.
  3. Duschen Sie am besten täglich mit kaltem Wasser. Dies unterstützt Ihren Kreislauf.
  4. Saunieren kann dabei helfen, die Schweißproduktion zu regulieren, sodass weniger geschwitzt wird im Alltag.
  5. Probieren Sie das Hausmittel Salbei als Teeaufguss und äußerlich indem Sie die betroffene Körperregionen regelmäßig mit Salbeilösungen waschen.
  6. Vermeiden Sie scharfes Essen vor wichtigen Ereignissen, da Schärfe zu vermehrtem Schwitzen führen kann.
  7. Täglich ausreichend Bewegung (5000 Schritte oder mehr) halten den Kreislauf ebenfalls auf einem gesunden Niveau.

Fazit: Aluminiumchlorid in Deo kann helfen!

Noch immer ranken sich um das Thema Deos mit Aluminium Mythen und Vorurteile. Wer unter den aluminiumhaltigen Antitranspiranten ein für seinen Hauttyp und sein Schwitzen sorgfältig auswählt bei übermäßigem Schwitzen eine gute Möglichkeit finden, seinen Alltag zu erleichtern. Wenn Sie ein Antitranspirants unter den Achseln gut vertragen, wird der Wirkstoff meistens auch für das Gesicht passen. Die geeignete Darreichungsform kann Vorteile bringen, ein Schaum kann einem Roll-On überlegen sein. Ihr Geschlecht ist für die Wirkstoffauswahl nicht relevant - Aluminiumhaltige Deos / Antitranspirante funktionieren bei Männern und Frauen gleich gut. Lediglich schwangere oder stillende Frauen sollten vor der Verwendung sich mit dem betreuenden Arzt besprechen, da hier die individuelle Situation ausschlaggebend sein kann.

Aluminiumchlorid Deos / Antitranspirante können Sie in der Apotheke kaufen, der Drogerie oder im Onlinehandel. Wir empfehlen entweder die Apotheke, da Sie dort auch eine individuelle Beratung bekommen. Bequem von Zuhause aus können Sie aber auch online gut Produkte vergleichen und direkt erwerben. Bei Sweat-Off gibt es im Online Shop zwei Roll-On Varianten, einen Schaum und einen Stick.

Veröffentlicht durch: Sweat-Off Redaktion
Erstellt am: 25. August 2020
Prüfzyklus: jährlich
Antitranspirant Experten
Redaktionsteam: M.Sc. Sophie Forreiter, M.Sa. Oxana Zhuravkova, M.Sc. Marianne Liyayi
Lektor: Prof. Dr. Michael Habs

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