Ein Ratgeber 10 Tipps gegen schwitzige Hände

Schwitzige Hände sind besonders lästig. Sie hinterlassen nicht nur an Sachgegenständen Spuren und fühlen sich unangenehm an, sondern erschweren auch das Händeschütteln. Es gibt jedoch Möglichkeiten, dagegen etwas zu tun. Hier sind unsere 10 Tipps gegen schwitzige Hände.

10 Tipps gegen schwitzige Hände

Photo by Michelle Ding on Unsplash

Schwitzige Hände: Was ist dafür die Ursache und was lässt sich dagegen tun?

Wer hätte es gedacht? An den Handinnenflächen befinden sich im Durchschnitt pro Quadratzentimeter beachtliche 400 Schweißdrüsen. Unser vegetatives Nervensystem steuert sie, welches sich wiederum nicht bewusst durch unser Zutun beeinflussen lässt. Bei Stress, Nervosität, körperlicher Anstrengung und Aufregung beginnen die Drüsen mit der Schweißbildung, um uns abzukühlen. Aus diesem Grund treten schwitzige Hände besonders häufig auf, wenn wir in Stresssituationen sind. Doch es gibt noch mehr Gründe für schwitzige Hände. Hierzu gehören Umstellungen des Hormonhaushaltes ebenso wie folgende Krankheiten:

  • Sozialphobie
  • Arthritis
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Durchblutungsstörungen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes

Im Zweifelsfall ist es daher ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Eine Soforthilfe bieten diese 10 Tipps gegen schwitzende Hände nur für Menschen, die nicht von einer dieser Krankheiten betroffen sind.

Tipp 1: Homöopathie ausprobieren

Um schwitzende Hände mit Homöopathie zu bekämpfen, sollen vor allem drei Mittel genutzt werden. Der homöopathischen Lehre nach können sie direkt dabei helfen, die Schweißproduktion zu reduzieren:

  • Kalium sulfuricum
  • Kalium iodatum
  • Kalium phosphoricum

Tipp 2: Entspannungstherapie

Stecken hinter den schwitzigen Händen nervöse Zustände, bieten sich Entspannungsübungen als Behandlungsmethode an. Durch sie kann erreicht werden, dass die Anspannung zurückgeht und mit ihr auch die Schweißproduktion.

Tipp 3: Antitranspirante nutzen

Antitranspirante enthalten Aluminiumchlorid in einer hohen Konzentration, welches nachhaltig die Schweißproduktion reduzieren kann. Sie werden auf die Haut aufgetragen und hindern die Schweißdrüsen bei der Arbeit. Erst nach einigen Wochen ist eine erneute Anwendung nötig. Sie können im Online- oder im Fachhandel erworben werden.

Tipp 4: Iontophorese

Iontophorese ist die Kurzform für Leitungswasseriontophorese. Sie es soll ermöglichen, dass sich Schweißdrüsen für einen gewissen Zeitraum verschließen und dadurch die Schweißbildung gehemmt wird. Für diese Behandlung kommen die Hände für bis zu einer halben Stunde auf Metallplatten. Sie werden an einem schwachen Gleichstrom von maximal 40 V angeschlossen. Die Methode muss aber zuvor mit einem Arzt abgesprochen werden.

Tipp 5: Akupunktur und Akupressur

Die chinesische Heilmethode mit ihren feinen Nadeln soll bewirken, den Schweißmechanismus temporär zu steuern. Dafür sticht ein ausgebildeter Therapeut mit Nadeln auf bestimmte Flächen der Hand. Alternativ dazu gibt es die Akupressur, bei der auf den Körper gezielt Druck ausgeübt wird. Diese Methode wird allerdings meist nicht von der Krankenkasse übernommen und kann daher sehr kostenintensiv werden.

Tipp 6: Kräuter einnehmen oder auftragen

Mit Salbeitees und Salbeicremes kann es möglich sein, die Schweißproduktion um bis zu 50 % zu senken. Die Wirkung ist jedoch nur für einen kurzen Zeitraum gegeben und tritt in der Regel nicht nach der ersten Einnahme oder Anwendung ein, sondern muss über einen längeren Zeitraum erfolgen.

Tipp 7: Injektion eines Nervengifts

Ein Arzt kann die Funktion der Nervenenden blockieren, die die Schweißproduktion auslösen. Hierfür kommt ein Nervengift (wie bspw. Botox) zum Einsatz. Die Behandlung erfordert oft mehr als 40 Stiche, die relativ schmerzhaft sind. Deshalb ist eine örtliche Betäubung in der Regel unumgänglich. Die Schweißblockade hält meist bis zu neun Monaten.

Tipp 8: Ernährung umstellen

Insbesondere scharfe und schwere Speisen können die Schweißproduktion des gesamten Körpers anregen. Deswegen kann eine Ernährungsumstellung teilweise helfen, das starke Schwitzen einzudämmen. Häufig reicht sie allein jedoch nicht aus.

Tipp 9: Babypuder auftragen

Babypuder ist ein sanfter Weg gegen die schwitzenden Hände, da es mild zur Haut ist. Es saugt den Schweiß sehr gut auf, aber reduziert die Schweißbildung nicht nachhaltig. Daher ist es nicht in allen Situationen nutzbar.

Tipp 10: Eine OP in Erwägung ziehen

Die endoskopische transthorakale Sympathektomie (ETS) soll Nerventeile blockieren, welche unter anderem für die Schweißbildung an den Händen verantwortlich sind. Hierbei ist zu bedenken, dass dies die letzte Option darstellen sollte. Immerhin birgt eine OP immer einige Risiken. Zudem ist die Absprache mit dem Arzt hierbei unumgänglich.

Fazit: Es gibt Hilfe gegen schwitzige Hände!

Mit schwitzenden Händen müssen sich Betroffene nicht abfinden. Je nach Situation lässt sich das Problem mit den oben genannten Tipps oft hinreichend gut in den Griff kriegen. Gerade wer einen unkomplizierten und ungefährlichen Weg sucht, ist mit einem leistungsstarken Allroundtalent wie dem Antitranspirant gut bedient. Es ist einfach in der Anwendung und hinterlässt keine Spuren. Seine Wirkung hält in der Regel einen gewissen Zeitraum an, weswegen es nur hin und wieder am Abend vor der Bettruhe aufgetragen werden muss.


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