Ist Sweat-Off gefährlich?

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Sweat-Off Antitranspirante wirken auf Basis von Aluminium. Immer wieder wird öffentlich debattiert, ob Aluminium die Gesundheit gefähren kann. Hier ein paar Fakten:

Aluminium ist das häufigste Metall in der Erdkruste. Jeden Tag nimmt der Mensch Aluminium auf. Der Großteil Aluminiums gelangt über die Nahrung in den Körper, über unverarbeitete Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Getreideprodukte und Kakao. Die Aufnahme über aluminiumhaltige Antitranspirantien ist dagegen sehr gering. Und zwar so gering, dass sie im Grundrauschen der alltäglichen Aufnahme über Luft und Nahrung untergeht. Das bestätigt auch die erst vor kurzem (2019) veröffentlichte Studie von Prof. Dr. Drexler (4).

Ist Aluminium schädlich für den Körper?

Öffentlich wird immer wieder spekuliert, ob Aluminium im Essen oder Kosmetika verantwortlich ist für bestimmte Krebsarten oder neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer (2).

Es stimmt tatsächlich, dass Aluminium schädlich für den Körper sein kann. Damit Menschen allerdings krank werden, braucht es hohe Dosen über lange Zeiträume (1). Diese im Alltag aufzunehmen, ist fast unmöglich.

Für die Aufnahme von üblichen Mengen Aluminium hingegen gibt es keine wissenschaftlich belastbaren Daten, dass sie das Risiko Gesunder für irgendeine Erkrankung erhöhen würde. Arbeiten der University of Florida und der neueste Bericht des wissenschaftlichen Komitees für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission (SCCS) (5) untermauern dies.

Und was ist mit den Warnungen des Bundesinstitut für Risikobewertung?

Für großen Aufruhr sorgten in den vergangenen Jahren die Veröffentlichungen des Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR. Dort wurde geschätzt, dass aluminiumhaltige Kosmetika, wie weißende Zahnpasten oder Antitranspirante, erheblich zur Gesamtmenge der Aluminiumaufnahme des Körpers beitragen. Das BfR hat diese Warnung im Juli 2020 zurückgenommen. Es räumte ein, dass „durch die Haut (…) signifikant weniger Aluminium aufgenommen [wird] als auf bislang vorliegender, limitierter Datenbasis berechnet.“ (6)

Fazit: Für Aluminium gilt, was für alle Stoffe gilt: Erst die Dosis macht das Gift! Die Menge an Aluminium in Kosmetika, wie bspw. Sweat-Off, ist so gering, dass sie dem Körper nicht schaden kann.

Quellen:

(1) EFSA: Aguilar et al., 2008

(2) Biomedicine & Pharmacotherapy: Prakash et al., 2016

(3) Journal of Toxicology and Environmental Research: Krewski et al., 2011

(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31553995

(5) Bericht des wissenschaftlichen Komitees für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission (SCCS)

(6) Presseinformation: Bundesinstitut für Risikobewertung, 2020

Skin Pharmacology and Physiology: Letzel et al., 2019

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