Unterschiede zwischen Deo und AntitranspirantEs gibt verschiedenste Mittel gegen Schweiß und seine Beeinträchtigungen. Am üblichsten sind Deodorants und Antitranspirante. Während Deos vor allem den Schweißgeruch mit Alkohol und Parfüm hemmen und überdecken, bietet ein gutes Antitranspirant tatsächlichen Schutz davor, dass Schweiß und sein Geruch überhaupt entstehen.

Auch die Anwendungsweise ist unterschiedlich. Denn Deos müssen täglich oder mehrmals am Tag aufgetragen werden. Das Antitranspirant nach einer ersten „Eingewöhnungsphase“ nur noch wenn es nötig ist, zum Beispiel nach ein bis zwei Wochen. Beiden gemeinsam ist, dass sie ihre volle Wirkung nur bei frisch gewaschener Haut entfalten. – Zur Wirkungsweise und den Inhaltsstoffen ein paar Hintergründe zur Erklärung:

Schweiß ist eigentlich geruchlos. Der unangenehme Körpergeruch beginnt erst nach einiger Zeit, wenn Bakterien den Schweiß zersetzen. Deshalb enthalten Deodorants meistens Alkohol und anti-bakterielle Wirkstoffe. Diese Mittel blockieren Bakterien bei der Arbeit, den entstandenen Schweiß aufzulösen. Auf diese Weise wird der unangenehme Körpergeruch verhindert. Zur Sicherheit sind oftmals zusätzlich Parfümstoffe enthalten, die ersten Schweißgeruch überdecken. Dennoch kann es passieren, dass auf feuchter Haut ein Nährboden entsteht für Pilze und krankmachende Bakterien. Aus diesem Grund muss ein Deodorant häufiger aufgetragen werden. Meistens morgens oder mehrmals täglich wird ein Deo unter den Achseln angewendet.

Schutz vor Schweißbildung und Geruch bietet ein geeignetes Antitranspirant. Es enthält Aluminiumsalze, die mit Hilfe von körpereigenen Stoffen die Schweißdrüsen verengen und so an dieser Stelle die Schweißbildung verringern. Je nach Situation sondern verengte Schweißdrüsen spürbar deutlich weniger Flüssigkeit ab. Auf diese Weise wird auch den Bakterien der Nährboden genommen, so dass kein Geruch entstehen kann. Weiterer Vorteil ist, dass der Körper sich „neue Wege“ und Hautflächen für die Schweißbildung erschließen kann, die vielleicht mehr Kühlwirkung haben wie zum Beispiel der Rücken. Denn abtropfender Schweiß bedeutet unnötigen Flüssigkeitsverlust, denn nur die eigentlich nasse Haut ist kühlend. Insofern beeinträchtigt ein Antitranspirant den Körper nicht dabei, seine Temperatur zu regulieren.

Wegen des hohen Wirkungsgrads ist die Anwendung eines Antitranspirants weniger häufig und eher selten nötig. Die ersten Male genügt es, an maximal drei bis vier Abenden vor dem Schlafengehen das Mittel auf die frisch gewaschene Haut aufzutragen. Im Gegensatz zum Deo kann das Antitranspirant nicht nur unter den Achseln zum Einsatz kommen, sondern auch am Rücken oder an den Armen und Beinen. Als Nebenwirkung kann es hin und wieder leicht kribbeln und jucken. Deshalb sollte frisch rasierte Haut einige Zeit ruhen können, bevor das Antitranspirant aufgetragen wird. Anschließend genügt die wiederholte Anwendung, wenn die Wirkung des Antitranspirants nachlässt. Das kann nach einigen Tagen oder wenigen Wochen sein – je nach Witterung und persönlichen Umständen.

Die individuelle Verträglichkeit von antibakteriellen Stoffen, Alkohol, Parfüm und Aluminiumsalzen ist bei jedem Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher probieren unterschiedliche Deodorants und Antitranspirante oder fragen im Zweifel ihren Arzt und Apotheker.