Schwitzen in der PubertätIn keinem anderen Lebensabschnitt ist Schweiß so "auffällig" und "peinlich" wie in der Pubertät. Denn in dieser Zeit produziert der menschliche Körper vermehrt Hormone, um seine Entwicklung zu fördern und zu steuern. Eine Folge ist unter anderem, dass Teenager vermehrt schwitzen. Hier tut Hilfe not, denn wegen der vielen Hormone bekommt in der Pubertät selbst frischer Schweiß einen unangenehmen Geruch – eine Erscheinung, die frischer Schweiß üblicherweise nicht aufweist.

Im Durchschnitt beginnt die Pubertät bei Mädchen bereits ab dem zehnten Lebensjahr, bei Jungen etwa ab dem zwölften. Meistens normalisiert sich das übermäßige Schwitzen am Ende wieder; also nach fünf bis sechs Jahren, denn so lange dauert die Pubertät üblicherweise. Doch kann sich das starke Schwitzen auch manifestieren und die nächsten Jahrzehnte fortbestehen.

Verschwitzte Achseln, Hände oder Füße: In jedem Fall wird vermehrter Schweiß als Belastung wahrgenommen und viele Teenager reagieren mit Rückzug. Was aber tun?

Zunächst sollten Teenager „cool“ bleiben und nicht aufgeben. Mit wenigen Maßnahmen und etwas Unterstützung dürfte das Problem Schweiß erträglicher werden und sich normalisieren. Vielleicht ist jetzt die Zeit für neue Klamotten, Unterwäsche und Schuhe? Auch ein Waschgel, Shampoo und ein starkes Deodorant sind Mittel der Wahl. Denn andere Menschen haben ebenfalls mit Schweiß ihre Probleme und bereits Lösungen für sich gefunden, die möglicherweise auch hier helfen. Keine Sorge, einfach ausprobieren!

Nicht vergessen täglich zu duschen! Am besten morgens, damit auch der Schweiß, der während der Nacht entstanden ist, abgewaschen wird. Sorgfältig die Haut unter den Achseln, im Schritt und an den Füßen mit Seife reinigen. Hier sind die Problemzonen, wo der Schweiß vermehrt entsteht und weniger gut verdunstet und schneller zu muffeln beginnt. Bei Bedarf – zum Beispiel im Sommer oder nach dem Sport – mehrmals am Tag duschen.

Nach dem Duschen zur Sicherheit frische Wäsche anziehen. Denn in bereits getragener Kleidung sind Schweiß und Bakterien enthalten, die in Kürze ihren Geruch verbreiten werden – wenn sie es nicht bereits tun.
Auch Schuhe sollten täglich gewechselt werden, damit sie auslüften können. Tipp: viele Turnschuhe lassen sich auch in die Waschmaschine geben. – Bei einzigartigen Lieblingsturnschuhen oder bei Lederschuhen können zumindest Einlagen verwendet werden, die sich wechseln und waschen lassen.

Wer mag, kann mit Parfüm und Deodorant den Schweißgeruch überdecken. Allerdings sollte der Duft eher mild sein, damit sich exotische Gerüche mit dem Schweißgeruch nicht vermischen, wenn die Wirkung nachlässt oder der Schweiß überhandnimmt.

Wirkliche Hilfe gegen Schweißbildung bietet ein Antitranspirant. Es verengt die Schweißdrüsen und reduziert das Schwitzen auf ein natürliches Maß. Das Antitranspirant kann an den Problemzonen gezielt eingesetzt werden: An Achseln und im Gesicht ist es der Roll-on. Für Hände und Füße gibt es spezielle Antitranspirante, die in ihrer Rezeptur für diese Hautstruktur angepasst sind.