Frau erschrocken über SchweißfleckViele Frauen in den Wechseljahren leiden insbesondere unter den Hitzewallungen und dem übermäßigen Schwitzen. Mehrmals am Tag und auch nachts werden sie von Wärmeattacken überfallen. Erröten, Schweißbildung und Herzklopfen sind deutliche Zeichen. Den Frauen ist es oftmals peinlich. Aber was tun gegen diese natürliche Entwicklung?

Ursache der Wechseljahre sind die hormonellen Veränderungen, die bei manchen Frauen bereits mit dem 40. Lebensjahr, bei anderen erst mit Mitte 50 beginnen. So unterschiedlich Wechseljahre individuell empfunden werden, so leiden von den betroffenen Frauen rund 90 Prozent unter Hitzewallungen. Bis zu 20 Mal am Tag und in der Nacht entsteht für einige Minuten große Körperwärme. Erste Anzeichen sind oft Druckgefühl an der Stirn und Nervosität. Auch wenn Wechseljahre nach etwa 5 Jahren von selbst enden: in der Situation sind die Hitzewallungen unangenehm und können den Schlaf rauben.

Folgende Mittel können Wärmeattacken und Schweißausbrüche lindern:

  • Wählen Sie Ihre Kleidung im Zwiebel-Look, damit Sie bei Bedarf schnell einzelne Kleidungsstücke ausziehen und ablegen können. Das können Schals, Tücher und Cardigan sein oder auch Stulpen an den Arm- und Fußgelenken.
  • Halten Sie ein paar offene Sandalen oder leichte Schuhe als Ersatz bereit. Vor allem im Büro und im Sommer ein guter Tipp gegen aufsteigende Hitze.
  • Tragen Sie Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen, Wolle oder Seide. Denn synthetische Stoffe fördern das Schwitzen und die Geruchsbelästigung.
  • Bevorzugen Sie leichte Speisen, wie Salate, Obst und Gemüse, die leicht verdaut werden können. Die Gewürze sollten mild sein, weil scharfe und exotische Speisen den Kreislauf weiter anheizen können. Das Gleiche gilt für Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee – vor allem am Abend.
  • Lüften Sie Ihr Schlafzimmer vor dem Zubettgehen und lassen Sie idealerweise die Heizung abgestellt. Denn in kühlen Räumen zu schlafen kann bei Hitzewallungen hilfreich sein – sei es auch nur durch eine zurückgeschlagene Bettdecke. Das Bettzeug sollte aus Baumwolle sein, weil Synthetik den Wärmestau und die Schweißbildung fördert.
  • Sorgen Sie für körperlichen und seelischen Ausgleich: gehen Sie spazieren, machen Sie Sport und Entspannungsübungen wie Yoga, Tai Chi oder Meditation. Das fördert den Kreislauf und wirkt gegen Stress, der ebenfalls Wärmeattacken auslösen kann.
  • Ein Antitranspirant ist eine gute Hilfe gegen Schwitzen, Geruchsbelästigung und Schweißflecken. Anders als Deodorants und Parfüm, die nur den Geruch hemmen und überdecken, helfen Antitranspirante gezielt, dass Schweiß überhaupt entsteht.