Frau leidet unter NachtschweißNächtliches Schwitzen kann verschiedene Ursachen haben. Neben harmlosen Gründen können auch echte Erkrankungen der Anlass sein. Entscheidend sind oftmals auch weitere Anzeichen, die vielleicht nur ein Arzt erkennen kann. Aber im Allgemeinen lässt sich schnell selbst erklären, warum in manchen Nächten mehr Schweiß und innere Hitze entsteht.

Gründe für Nachtschweiß sind meistens naheliegend: eine zu warme Bettdecke, Nachtwäsche aus Synthetik, zu hoch gestellte Heizkörper oder heiße Sommernächte. Aber auch die Ernährung kann eine Rolle spielen: scharf gewürztes Essen zur späten Stunde oder zu viel Alkohol können den menschlichen Organismus aufheizen und nächtliches Schwitzen verursachen. Außerdem können Stress, Konflikte und Sorgen sich als „Nachtschweiß“ im Körper Luft verschaffen. Ursache können auch Albträume sein.

Üblicherweise spricht man von Nachtschweiß, wenn während des Schlafens das Bettzeug, der Pyjama oder das Nachthemd vor lauter Schwitzen nass durchtränkt werden. Davon aufgewacht wechseln viele Betroffene die Kleidung und die Bettwäsche. Auch eine Dusche kann nötig sein.

Ein Mediziner diagnostiziert Nachtschweiß aber erst bei regelmäßigem Schwitzen im Schlaf und nur, wenn es “unphysiologisch“ ist. Das bedeutet, wenn nicht die Lebensumstände wie Bettzeug, Ernährung usw. die Ursache für die nächtliche Schweißbildung sind. Insofern sollte bei Nachtschweiß im medizinischen Sinne ein Arzt aufgesucht werden. Denn regelmäßig überhöhte Schweißbildung im Schlaf, die sich nicht erklären lässt, deutet auf ernsthafte Krankheiten. Dies gilt vor allem, wenn weitere Symptome hinzukommen wie Fieber, Gewichtsverlust und Schmerzen. Hier könnten Infektionen, Hormonstörungen, Allergien und andere Krankheiten die Ursache sein.

Nach Behandlung der Grunderkrankung durch einen Arzt sollte das Symptom Nachtschweiß in der Regel behoben sein.