Elite schwitzt nicht vor AufregungAuf der Karriere-Leiter sind zahlreiche Kriterien entscheidend. Neben Leistung und Herkunft auch der so genannte „Habitus“ (lat. Haltung, Erscheinung). Das hat der Soziologe und Elite-Forscher Prof. Dr. Michael Hartmann von der Technischen Universität Darmstadt festgestellt. Ein Karriere-Tipp: auch bei Aufregung sollte man trockene Hände behalten, damit Begrüßungen in Büro und Business professionell „rüberkommen“.

Für elitäre Kreise in Politik, Wirtschaft oder Medien gelten einige „informelle Regelungen“, die über Selbstverständlichkeiten wie gute Leistungen hinausgehen. Zum Beispiel sei ein Hochschulabschluss allein nicht ausreichend bei Personalentscheidungen in führenden Positionen, so der Soziologe. Hinzu kommen die entsprechenden Verhaltensnormen, Erscheinungsweisen und Präsentationsformen. Das bedeutet etwa bei einigen Arbeiten und in Situationen nicht ins Schwitzen zu geraten. Denn Schweiß wird häufig als Überforderung bzw. Unfähigkeit gedeutet, wie auch andere Studien aus der Psychologie belegen.

Entscheidend für Eliten in Deutschland ist am Ende auch die Herkunft, so der Elite-Forscher Prof. Hartmann – und auf die hat man bekanntermaßen keinen Einfluss. Alles andere wie Leistung und „Coolness“ hat man vorwiegend selbst in der Hand – und sei es, man überzeugt dank Antitranspirant und bleibt so professionell trocken… ;-)